Telekom: DSL-Drosselung vorerst gestrichen

Weiterhin echte Flatrates und künftig auch günstigere Volumentarife

02. Dezember 2013
Telekom Breitband

Erst hat die Deutsche Telekom die Drosselung bei ihren DSL-Anschlüssen eingeführt. Nun streicht das Unternehmen die entsprechenden Vertragsklauseln wieder. Die Telekom will ihre Produkte und ihre Kommunikation in Zukunft transparenter und einfacher machen.

Ende Oktober hat das Landgericht Köln eine Geschwindigkeitsreduzierung bei Festnetztarifen, die als Flatrate bezeichnet werden, untersagt. Wie die Deutsche Telekom jetzt mitteilte, will das Unternehmen dieses Urteil akzeptieren und keine Berufung einlegen. Gleichzeitig sollen die Tarife und die Kommunikation mit den Kunden künftig transparenter und einfacher gestaltet werden.

Keine DSL-Drosselung für Neu- und Bestandskunden

Im ersten Schritt wird die bisher nur vertraglich vereinbarte Drosselung wieder gestrichen. Die Deutsche Telekom schreibt dazu:

»Für alle Kunden, die bereits Festnetz-Verträge mit einer Volumeneinschränkung gebucht haben, gilt: Sie können das Internet auch weiterhin ohne Beschränkung nutzen. Die entsprechende Volumen-Klausel in den Tarifen wird nicht angewendet. Die Kunden müssen dafür nicht aktiv werden. Ab 5. Dezember 2013 ist diese Klausel dann aus allen Festnetztarifen ersatzlos gestrichen. Das werden wir den Kunden auch schriftlich geben.«

Mehr Transparenz im Festnetz und Mobilfunk

Auch im Mobilfunk will die Telekom die Tarife einfacher und besser verständlich machen. Wie das im Detail aussehen soll, ist allerdings noch unklar. Als weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Transparenz bezüglich der Geschwindigkeiten in Festnetz und Mobilfunk schlägt die Telekom ein branchenweites Online-Portal zum Vergleich der unterschiedlichen Qualitäten der Anbieter, ein Tool für die Geschwindigkeitsmessung im Festnetz und eine entsprechende App im Mobilfunk.

Darüber hinaus will die Telekom die Bandbreitenkorridore im Festnetz enger fassen. Kunden sollen bei Vertragsabschluss ein Produktinformationsblatt erhalten, aus dem die verfügbaren Geschwindigkeiten hervorgehen. Gleichzeitig will das Unternehmen »aus technischen Gründen« nicht auf »bis zu«-Angaben verzichten. Dies wird damit begründet, dass die Geschwindigkeiten bei jedem Anschluss unterschiedlich seien und auch von der individuellen Verkabelung abhängig sind.

Volumentarife sollen kommen

Die Telekom geht mit aktuellen Ankündigungen auf alle wichtigsten Kritikpunkte ein, die in den letzten Monaten geäußert wurden. Dennoch soll die Streichung der Drosselung-Klauseln nicht als Ende der Drosselung verstanden werden. die Klage der Verbraucherzentrale bezog sich nur auf die Bezeichnung der Tarife als »Flatrate«, wenn sie eine Begrenzung der Geschwindigkeit beinhalten. Die Telekom belässt die aktuellen Flatrate-Tarife nun ohne Drosselung. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen an, dass neben den heutigen Flatrates im Festnetz in Zukunft auch Volumentarife bei der Telekom angeboten werden. Diese sollen günstiger sein, als die Flatrate-Tarife.

Bild: Deutsche Telekom

 
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