86 Prozent aller verkauften Handys sind Smartphones

Praktische Tipps, um Handykosten zu senken

10. Januar 2014

Soll das neue mobile Gerät ein einfaches Handy oder ein Smartphone sein? Für die meisten Deutschen lässt sich diese Frage einfach beantworten. 2013 insgesamt 86 Prozent aller Kunden, die sich ein neues Handy zulegten, für ein modernes Smartphone entschieden. Das hat Vodafone gemeldet. Im Weihnachtsgeschäft 2013 sollen es demnach sogar 90 Prozent gewesen sein. Im neuen Jahr soll sich der Smartphone-Boom weiter fortsetzen, so die häufige Meinung; »klassische Handys werden dann kaum noch gefragt sein«, resümiert Vodafone.

Kein Wunder, denn die smarten Geräte erleichtern oft den Alltag mit ihren zahlreichen Funktionen und Möglichkeiten. Die Bedienung über einen berührungsempfindlichen Bildschirm ist oft einfacher und intuitiver, als mit einem klassischen Navigation-Button und die zahlreichen Apps ermöglichen den Zugriff auf zahlreiche zusätzliche Funktionen. Dennoch gehören die klassischen Funktionen wie Telefonieren und Simsen neben dem mobilen Internet-Surfen zu den beliebtesten Anwendungen. Bei den immer günstigeren Preisen und neuen Paket-Angeboten ändern die Nutzer auch manchmal ihr Telefonier-Verhalten. Wer früher auf jede Minute und SMS wegen der Kosten aufgepasst hat, telefoniert mit den aktuellen Paketen und Flatrates vielleicht häufiger. Entsprechend reagieren auch die Mobilfunkanbieter mit immer neuen Angeboten. Für die Mobilfunknutzer bleibt daher die Empfehlung, sich regelmäßig zu informieren und nach neuen für sie günstigeren Alternativen umzuschauen. Mit ein paar praktischen Tipps gelingt es die Handykosten auf einem sinnvollen Minimum zu halten und keine unnötigen Kosten zu zahlen.

Handykosten senken - praktische Tipps

Günstiger telefonieren mit passenden Tarifen

Der mittlerweile unübersichtliche Tarifdschungel trägt nicht gerade dazu bei, dass Verbrauchern die Auswahl leichter fällt. Im Gegenteil, die Vielzahl an Angeboten sorgt für Verwirrung und wenig Überblick. Umso wichtiger ist es sich Zeit zu lassen beim Auswählen und den individuellen Bedarf genauestens festzustellen. Denn ein besonders günstiger Tarif muss sich nicht zwangsläufig bei jedem Nutzer positiv auf die Handyrechnung auswirken. Entsprechen die Leistungen nicht dem Nutzerverhalten, können die monatlichen Kosten sogar steigen. Wer den idealen Tarif finden möchte, muss deshalb genau wissen, welche Art von Tarif sinnvoll ist. Je nach Bedarf stehen beispielsweise Flatrates für Telefonie und SMS sowie mobiles Internet zur Verfügung. Für Wenig-Nutzer werden auch Pakete mit Frei-Minuten und Frei-SMS angeboten. Wer jedoch kaum SMS verschickt oder nur sehr wenig telefoniert, dem bringen die Tarifbestandteile wenig.

Neben dem Leistungsumfang sollte auch die Netzqualität nicht unterschätzt werden. Denn die Qualität der deutschen Mobilfunknetze ist unterschieden, wie der letzte Netztest von connect zeigt. Wer einen »falschen« Anbieter erwischt, kann, je nach Standort in einer Großstadt, auf dem Land oder unterwegs auf einer Autobahn - schon eine schlechte Sprachqualität, ein langsames mobiles Datennetz und Verbindungsabbrüche erleben. Daher ist bei der Tarifwahl stets auf das Netz zu achten. Neben den großen Mobilfunknetzbetreibern Telekom, Vodafone, E-Plus und o2 sind auch viele Mobilfunkanbieter auf dem deutschen Markt, die verschiedene oder teilweise auch gleiche Tarife in unterschiedlichen Netzen anbieten, zum Beispiel mobilcom-debitel oder die Discounter wie klarmobil oder zahlreiche Marken aus dem Hause Drillisch. Daneben gibt es noch Mobilfunkanbieter, die sich auf bestimmte Mobilfunknetze spezialisiert haben und ihre Tarife nur in diesen Netzen schalten, wie congstar im Telekom-Netz oder smartmobil.de im Vodafone-Netz.

Vorsicht beim Datenvolumen

Wird mobiles Internet genutzt, kann bei der Auswahl des Handyvertrags beziehungsweise Tarifs die Bandbreite entscheidend für die Zufriedenheit sein. Ist von einer »Flatrate« die Rede, gehen viele Nutzer von einer »uneingeschränkter Nutzung« aus. Beim mobilen Internetzugang ist dies allerdings nicht der Fall. Häufig wird bei «Internetflatrates» eine bestimmte Datenrate pro Monat geboten. In der Regel startet diese für jeden Monat bei 500 MB. Wird diese Datenmenge überschritten, kommt es zur Drosselung der Bandbreite. Ärgerlich wird diese Tatsache für Anwender, die aufwändige Multimedia-Leistungen nutzen möchten. Daher sollte das Datenvolumen ein Entscheidungskriterium sein, wenn es darum geht mit einem Tarifwechsel die Handyrechnung zu reduzieren. Ansonsten könnte nachträglich eine Enttäuschung folgen.

Prepaid-Tarife

Anders als viele noch immer annehmen, lohnen sich Prepaid-Tarife mittlerweile auch für Vieltelefonierer. Denn die Anbieter haben sich den Kundenansprüchen und dem Nutzerverhalten angepasst und entsprechende Angebote erarbeitet. Zwar kann nur ein begrenztes Guthaben, welches sich aktuell auf der Karte befindet, genutzt werden, aber Dank günstiger Konditionen kann sich der Umstieg lohnen. Auch hier sollte die Analyse des persönlichen Nutzerverhaltens der Entscheidung vorausgehen. Vielleicht lohnt sich der Umstieg.

Bild: MSB MUSIC GROUP / pixelio.de

 
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