Bundesnetzagentur hat Jahresbericht 2013 vorgestellt

Steigendes Datenvolumen und mehr Frequenzen für Mobilfunk

07. Mai 2014

Die Bundesnetzagentur hat am Dienstag in Bonn ihren Jahresbericht 2013 vorgestellt. Darin gibt die Behörde einen Einblick in ihre Arbeit in einem »ereignisreichen Jahr in allen regulierten Sektoren«, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, bei der Vorstellung des aktuellen Berichts. Als Hauptaugenmerk der Arbeit im Jahr 2013 nannte Homann den Verbraucherschutz. »Die Bundesnetzagentur kümmert sich nicht nur um die Unternehmen in den Märkten für Telekommunikation, Strom, Gas, Post und Eisenbahnen, sondern auch um die Verbraucherinnen und Verbraucher. Denn sie nutzen die von den Unternehmen angebotenen Dienste und richten ihre Erwartungen und Ansprüche an die Unternehmen«, so Homann weiter.

Im Bereich Telekommunikation war vor allem das Thema Breitband im vergangenen Jahr bestimmend. Die Zahl der Breitbandanschlüsse hat sich weiter erhöht, so die Bundesnetzagentur. Die Steigerung sei erneut auf Kundenzuwächse bei den Kabelfernsehnetzbetreibern zurückzuführen. Im Mobilfunk stelle der zunehmende Datenverkehr hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Netze.

Datenvolumen in allen Netzen gestiegen

Das Datenvolumen ist 2013 nochmals erheblich gestiegen. Die über Breitbandanschlüsse in Festnetzen abgewickelte Verkehrsmenge stieg nach vorläufigen Berechnungen der Bundesnetzagentur wieder deutlich an und lag 2013 bei über 8 Milliarden Gigabyte (GB). Über Mobilfunknetze wurden 2013 nach Angaben der Bundesnetzagentur 267 Millionen Gigabyte (GB) übertragen. Im Vorjahr waren es noch 156 Millionen Gigabyte. Diese stark wachsende Nachfrage nach mobilem Breitband führt zu einem weiter steigenden Frequenzbedarf.

»Wir haben daher im Jahr 2013 einen Konsultationsentwurf für die zukünftige Bereitstellung von Mobilfunkfrequenzen vorgestellt, der insbesondere die im Jahr 2016 auslaufenden GSM-Frequenzen (900 und 1.800 MHz) betrifft«, erläuterte Homann. »Die Entscheidung über die Anordnung und die Wahl des Vergabeverfahrens für diese Frequenzen sowie für weitere Frequenzen aus den Bereichen 700 MHz, der so genannten Digitalen Dividende II, und 1,5 GHz ist für das dritte Quartal 2014 vorgesehen. Die Eröffnung des Vergabeverfahrens streben wir zum Ende des Jahres an.«

Vectoring-Entscheidung wird positiv angesehen

Im Festnetz steht neben dem weiteren Breitbandausbau vor allem die Bereitstellung hochbitratiger Breitbandanschlüsse im Mittelpunkt. Im vergangenen Jahr ging es dabei vor allem um die VDSL Vectoring-Technik und entsprechende Regulierungsentscheidung. Mit dieser Entscheidung im August 2013 sei die Bundesnetzagentur zufrieden. »Mit unserer Entscheidung haben wir die Grundlagen für den Einsatz von Vectoring gelegt. Ich hoffe, dass nun alle Marktakteure die sich bietende Chance nutzen, den Breitbandausbau unter fairen Bedingungen für die Verbraucherinnen und Verbraucher weiter voranzutreiben«, so Jochen Homann. Inzwischen hat die Bundesnetzagentur die Rahmenbedingungen für den Einsatz der Vectoring-Technologie weiter konkretisiert.

 
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