SIMSme: Sichere Messenger-App von der Deutschen Post

Kostenloser Versand von Nachrichten mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

13. August 2014

Die Deutsche Post startet ab sofort einen eigenen kostenlosen Messenger-Dienst. Der SIMSme genannte Dienst setzt dabei vor allem auf Sicherheit. Dazu gehören unter anderem verschlüsselte Datenübertragung und Nachrichten mit Selbstzerstörungsfunktion.

Mit der App SIMSme können Nutzer Textnachrichten sowie Bilder, Videos, Kontakte und Informationen über den eigenen Standort verschicken. Damit tritt SIMSme in Konkurrenz mit den bereits bekannten Diensten wie WhatsApp oder Snapchat. Das Besondere an SIMSme: Alle Nachrichten werden automatisch beim Absender verschlüsselt und können nur beim Empfänger wieder entschlüsselt werden. Ein weiterer Vorteil für mehr Datenschutz: Alle Daten werden ausschließlich auf Servern in Deutschland abgelegt und die Nachrichten nach der Zustellung beim Empfänger von den Servern gelöscht, so die Deutsche Post.

»Nachrichten, die durch SIMSme verschickt werden, werden auf dem Handy des Senders nach AES-256 symmetrisch verschlüsselt und SSL-verschlüsselt über die SIMSme Server an den Empfänger übertragen. Damit der Empfänger die Nachricht lesen kann, benötigt er den entsprechenden Schlüssel«, erklärt die Post die eingesetzte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Diese soll das Mitlesen durch Dritte unmöglich machen.

SIMSme Messenger Dienst
Kostenlose Messenger-App mit Ende-zu-Ende Verschlüsselung (Screenshot: www.sims.me)

Selbstzerstörungsfunktion für sensible Daten

Zusätzliche Sicherheit für sensible Daten soll die Selbstzerstörungsfunktion bieten. Beim Versand von Nachrichten oder Dateien kann der Nutzer bei Bedarf einstellen, wann die Nachricht gelöscht werden soll. Zur Auswahl stehen ein Countdown oder eine Zeit-Einstellung. Beim Countdown ist die Nachricht nur für eine bestimmte Zeit lesbar. Hat der Empfänger die Nachricht aufgemacht, wird sie sich beispielsweise in 10 selbst zerstören. Alternativ lässt sich einstellen, dass die Nachricht nur bis zum eingestellten Datum und Uhrzeit gelesen werden kann; danach wird sie, auch wenn ungelesen, wieder gelöscht. Zu beachten ist, dass die Selbstzerstörungsfunktion in SIMSme einmalig 89 Cent kostet.

Anmeldung und Datenschutz

Die Anmeldung zu SIMSme erfolgt nur über die eigene Mobilnummer. Diese wird benötigt, um den Account zu verifizieren. Außerdem werden Kontakte im Telefonbuch verschlüsselt abgeglichen, um eine schnellere Kommunikation über die App zu ermöglichen.

Die Daten aus dem Telefonbuch werden nicht auf dem Server der Deutschen Post gespeichert, erklärt das Unternehmen. Auch sonst setzt die Post verstärkt auf Datenschutz. So werden auch keine Inhalte über andere Kanäle genutzt oder verbreitet, wie es bei einigen anderen Diensten der Fall ist. »Wir stellen SIMSme kostenlos zur Verfügung und nutzen den Service auch nicht zu Werbezwecken, wie andere Dienste das tun«, kommentiert Marco Hauprich, Senior Vice President Mobile & New Media bei der Deutschen Post.

Die neue SIMSme App steht ab sofort für Apple iPhones und Android-Smartphones kostenlos in den jeweiligen Stores zum Download bereit.

 
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