Telefónica plant Abbau von 1.600 Vollzeitstellen bis 2018

Doppelfunktionen nach Zusammenschluss mit E-Plus sollen wegfallen

20. Oktober 2014

Nach dem Vollzug der Übernahme der E-Plus Gruppe hat Telefónica die Eckpunkte für die bevorstehende Integration vorgestellt. Dabei sollen auch einige Arbeitsplätze gestrichen werden. So sollen in Rahmen der Integration der beiden Unternehmen bis 2018 insgesamt 1.600 der aktuell rund 9.100 Stellen abgebaut werden.

Bei dieser Maßnahme geht es insbesondere um die Streichung von Doppelfunktionen, teilten die Unternehmen mit. Dabei werden sowohl Standort München (Telefónica / o2) als auch Düsseldorf (E-Plus) vom geplanten Stellenabbau gleichermaßen betroffen sein. Gleichzeitig soll der Standort Düsseldorf neben dem Hauptsitz München eine wichtige Funktion in der Unternehmensgruppe behalten. Hamburg bleibt wesentlicher Standort unter anderem für das Festnetzgeschäft von Telefónica Deutschland.

Bereits während der Übernahme haben die Unternehmen angekündigt, mit dem Zusammenschluss auch Kosten zu sparen. Die jetzt geplanten Maßnahmen sollen dazu beitragen, die angekündigten Synergien von mehr als fünf Milliarden Euro zu realisieren. So will Telefónica Deutschland auf konsequente Vereinfachung und Digitalisierung setzen, um in allen Bereichen schlanke und effiziente Strukturen aufzubauen.

Telefónica Deutschland strebt ein Abfindungsprogramm für ausscheidende Mitarbeiter an, teilte das Unternehmen mit. Betriebsbedingte Kündigungen sollen soweit möglich vermieden werden. Aufsichtsrat und Betriebsräte wurden über die geplanten Maßnahmen informiert. Sie stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrats. Das Unternehmen wird die Verhandlungen mit den Betriebsräten fortführen.

Telefónica Flaggen vor der E-Plus Zentrale
Telefónica Flaggen vor der E-Plus Zentrale (Bild: Telefónica)

 
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