Aufbau des LTE- und Satelliten-gestütztes Netzes für Flüge gestartet

Flächendeckende Netzabdeckung in Westeuropa für Mitte 2017 geplant

22. Februar 2016

Vor einigen Monaten haben Deutsche Telekom und Inmarsat mobiles Internet für Fluggäste in Europa angekündigt. Nun stehe die Planung für das European Aviation Network (EAN) fest.

Das EAN soll die Kommunikation über einen Inmarsat S-Band-Satelliten und bodengestützte Komponenten kombinieren. Dafür kommt ein LTE-Mobilfunknetz zum Einsatz. Hierfür sollen über ganz Europa verteilt 300 LTE-Standorte für die speziellen Antennen eingerichtet werden. Die ersten Standorte für die LTE-Basisstationen stehen bereits fest.

Vier Monate nachdem die Partnerschaft mit Inmarsat bekanntgegeben wurde, geht jetzt das weltweit erste Hybrid-Netz aus LTE-Bodenkomponente und Satellitennetz in die erste Phase der Implementierung. Im Südwesten Großbritanniens hat die Deutsche Telekom die ersten Standorte für LTE-Antennen ausgemacht. Von hier ausgehend soll das spezielle Mobilfunk-Netz zügig weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig wurde der Start des Testflugprogramms terminiert: bereits für Ende 2016 sind die ersten Flüge geplant, um das LTE-Highspeed-Netz zu testen.

Telekom und Inmarsat bauen das European Aviation Network
Telekom und Inmarsat bauen das European Aviation Network (Grafik: Deutsche Telekom)

»Wir haben versprochen, mit unserem Partner Inmarsat das weltweit erste und einzigartige Hybrid-Netz für schnelle und stabile Internetverbindungen im Flugzeug zu liefern. Es wird den Fluggästen in Europa über den Wolken ein Breitbanderlebnis bieten, wie sie es von zu Hause gewohnt sind«, so Claudia Nemat, Vorstand Europa und Technik bei der Deutschen Telekom. »Um das technisch ambitionierte Projekt umzusetzen, haben wir jetzt schon mit den Vorbereitungen für die ersten Testflüge begonnen«.

Der Roll-out des Netzes ist in drei Phasen geplant, so die Telekom. Den Testflügen Ende des Jahres folgt die kommerzielle Pilotphase ab Anfang 2017 und ein weiterer Ausbau des Netzes in Deutschland und großen Teilen Westeuropas bis Mitte 2017. Die Markteinführung ist für Anfang 2018 vorgesehen, wenn das EAN vollständig über ganz Europa zur Verfügung steht.

 
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