Telekom: Einfacher Parken in Bonn per App

Sensoren melden verfügbare Stellflächen direkt aufs Handy

31. August 2017

Die Deutsche Telekom und die Stadt Bonn wollen das Suchen, Finden und Bezahlen von Parkplätzen vereinfachen und beschleunigen. Über die Telekom-App »Park and Joy« können sich Autofahrer künftig über freie Parkplätze informieren und diese auch gleich mit dem Handy bezahlen. Stadtdirektor Wolfang Fuchs, SWB-Geschäftsführer Peter Weckenbrock und Anette Bronder, Geschäftsführerin von T-Systems Digital Division und Telekom Security, unterzeichneten am Donnerstag eine entsprechende Absichtserklärung. Das gab der Telekommunikationskonzern bekannt.

Smart City: Sensoren beenden stressige Parkplatzsuche
Telekom: Einfacher Parken - Sensoren melden verfügbare Stellflächen direkt aufs Handy (Bild: Deutsche Telekom)

Sensoren gegen stressige Parkplatzsuche

Durch die App sollen sich Autofahrer die gesamte bisherige Zeit für die Parkplatzsuche, Verkehrsstaus oder den Gang zum Kassenautomaten mit Bargeldzahlung sparen können. Auch die Parkhausbetreiber sollen davon profitieren, weil sie damit ihre Parkflächen besser auslasten können.

Damit in Bonn freie Parkplätze in Echtzeit auf dem Handy angezeigt werden können, sollen in den kommenden zwei Jahren Sensoren zur Fahrzeugerkennung im Bonner Stadtgebiet angebracht werden. Diese melden über ein Schmalband-Mobilfunknetz (Narrowband Internet of Things), welche Parkplätze frei oder belegt sind. Zusätzlich können auch andere Datenquellen genutzt werden, um Prognosen für freien Parkraum zu berechnen. Dazu zählen unter anderem Informationen aus Parkscheinautomaten und verfügbare Verkehrsinformationen. Die Sensordaten stehen im Gegenzug als Open Data, zum Beispiel für die Bundesstadt Bonn oder die Stadtwerke Bonn, zur Verfügung. So lassen sich die Daten beispielsweise für weitere verkehrslenkende Maßnahmen nutzen.

Start des Pilotprojektes ist 2018. Bis Ende 2019 soll dann in einem zweiten Schritt eine verbindliche Vereinbarung folgen, die die Umsetzung für einen Großteil des innerstädtischen, bewirtschafteten Parkraums vorsieht. Zu dieser Ausbaustufe sollen außerdem Parkhäuser und weitere Park&Ride-Stellflächen mit dem Übergang zu Bussen und Bahnen an die Smart-City-Lösung angeschlossen werden.

In einem Video erklärt die Telekom das Prinzip von »Park and Joy«:

Smart Parking in immer mehr Städten

Die Deutsche Telekom hat das Smart Parking Konzept bereits im März auf der CeBIT vorgestellt. Bereits damals wurde eine entsprechende Vernetzung des innerstädtischen Parkraums in Hamburg angekündigt. Inzwischen hätten mehrere Städte Vereinbarungen über das smarte Parken mit der Telekom geschlossen, so das Unternehmen. Neben Hamburg un Bonn gehören auch Dortmund, Moers, Duisburg und Darmstadt dazu.

 
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