Preisgünstig und schnell ins Netz kommen mit DSL

Das steckt dahinter

05. Februar 2018

Ob man viel im Internet ist oder es eher als Gelegenheitssurfer nutzt – für jeden Anspruch gibt es dazu maßgeschneiderte Lösungen. Doch was bedeutet es eigentlich, preisgünstig, schnell und komfortabel ins Netz zu kommen? Der Beitrag erklärt, was DSL ist und was hinter der Innovation steckt, die ihren Ursprung im Jahr 2001 hat.

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Was heißt DSL?

DSL steht als Abkürzung für "Digital Subscriber Line". Das heißt so viel wie "Digitale Teilnehmeranschlussleitung". Das bedeutet, dass Nutzer über den üblichen Telefonanschluss Daten senden und empfangen sowie gleichzeitig telefonieren können. Dies ist der markante Unterschied zu einem Modem oder ISDN-Zugang. Umsetzbar ist die Technik, indem bis dahin ungenutzte Frequenzbereiche der Leitungen die DSL-Daten verschicken.

Was steckt hinter dieser Technik?

DSL ist wesentlich schneller als ein Modem oder ein ISDN-Zugang. Schon ein langsamer DSL-Anschluss ist über 15 Mal schneller als ein ISDN-Zugang. Inzwischen hat sich viel getan und es gibt verschiedene maßgeschneiderte Tarifangebote. Laut Statistik war 2017 die Hälfte der DSL-Anschlüsse in Deutschland 16 MBit/s oder schneller im Download. Je nach örtlichen technischen Möglichkeiten und auch je nach Anbieter und Tarif ist die Leistung unterschiedlich. Und je nach Anwendung sind auch höhere Geschwindigkeiten vonnöten, etwa bei Video-Streaming in Full-HD oder 4K-Qualität.

Bei der Wahl eines DSL-Anschlusses spielt auch die gewünschte Nutzung eine Rolle. Die meisten Nutzer wollen sicherlich vor allem Daten aus dem Netz herunterladen. Wer selbst Daten sendet - zum Beispiel beim Teilen von Daten oder Video-Konferenzen - soll auch auf die mögliche Upload-Geschwindigkeit achten.

Generell wird zwischen folgenden Arten von DSL-Zugängen unterschieden:

  • ADSL steht für asymmetrisches DSL. Damit werden die Daten schneller empfangen als gesendet.
  • ADSL2+ ist eine Erweiterung von ADSL. Theoretisch können damit Geschwindigkeiten von bis zu 25 Mbit/s erreicht werden; in Deutschland werden jedoch Anschlüsse mit maximal 16 MBit/s im Download und 1.125 kBit/s im Upload angeboten.
  • VDSL stellt die schnellste DSL-Variante dar und zeichnet sich durch seine deutlich höheren Übertragungsgeschwindigkeiten aus. Regulär sind damit bis zu 25 MBit/s oder 50 MBit/s im Download möglich, dank Vectoring-Technik sogar bis zu 100 MBit/s.
  • SDSL bedeutet symmetrische DSL. User schicken damit Daten genauso schnell, wie sie sie empfangen.

Ob sich DLS in der eigenen Wohnung nutzen lässt und welche Upload- und Downloadraten zur Verfügung stehen, lässt sich entweder auf den Websites der einzelnen Anbieter oder auf verschiedenen Portalen wie zum Beispiel www.dslvertrag.de herausfinden. Dort werden nach Eingabe der Orts-Vorwahl die verfügbaren Anbieter angezeigt, inklusive der möglichen maximalen Geschwindigkeit.

Die Geschwindigkeit eines DSL-Anschlusses spielt vor allem bei Multimedia-Inhalten eine Rolle. Insbesondere das beliebte Video-Streaming erfordert mehr Bandbreite. Für die einfache Übertragung etwa bei Netflix oder Amazon reichen bereits die langsamen Anschlüsse aus. Wer jedoch HD-Qualität oder besser schauen möchte, benötigt einen schnelleren Anschluss. Auch TV-Dienste, die über das Internet senden, setzen auf mindestens 16 MBit/s schnelle Leitungen. Für Online-Spieler sind dagegen eher kurze Antwortzeiten, so genannte »Ping«-Zeiten wichtiger. Vor allem Nutzer, die viele Videos online schauen, sollten beachten: Manche Anbieter drosseln ihre Anschlüsse, wenn eine bestimmte Datenmenge pro Monat überschritten wird. Sie sollten auf jeden Fall die Vertragsbedingungen beim gewählten Tarif genauer anschauen.

Netzwerkkabel

Damit sich das Internet nutzen lässt, ist in der Regel ein Router als Verbindung zwischen Computer und dem Internet erforderlich. Neben den Geräten der Internet-Provider gibt es auch unzählige Modelle im Handel. Seit August 2016 haben Verbraucher die freie Wahl zwischen einem Router vom Telefon- oder Internetanbieter und einem Gerät aus dem Handel, wie unter www.verbraucherzentrale.de nachzulesen ist. Dies gilt auch für Bestandskunden, wie ein Gericht bereits entschieden hat.

Der Router kann einen oder mehrere Computer per LAN-Kabel oder drahtlos via WLAN mit dem Internet-Anschluss verbinden. zudem baut er ein lokales Netz auf, in dem alle angeschlossenen Geräte auch untereinander kommunizieren können. Manche Router-Modelle bieten auch zusätzliche Funktionen wie Anschluss von Speichermedien und Druckern und Telefonie an. Damit können Nutzer an einem entsprechenden DSL-Anschluss auch telefonieren.

Bild 1: pixabay © JESHOOTS (CC0 Creative Commons)

Bild 2: pixabay © blickpixel (CC0 Creative Commons)

 
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