DECT

DECT (»Digital Enhanced Cordless Telecommunications«) ist ein Standard zur drahtlosen Übertragung von Telefonie- und Multimedia-Daten und wird hauptsächlich für Schnurlostelefone genutzt.

Mit DECT werden über kleine Entfernungen digitale Telefondaten vor allem in geschlossenen Gebäuden drahtlos übertragen - quasi das Inhaus-Gegenstück zum Mobilfunk-Standard GSM. Allerdings können bei DECT wenige Teilnehmer (bis zu 6) an eine Basisstation angebunden werden. Diese stellt eine Verbindung zum Telefonnetz dar. Außerdem existieren DECT-Geräte ohne Telefonnetz-Anbindung, wie zum Beispiel Babyphone.

Reichweite

Der Übertragungsstandard ist für Verbindungen innerhalb von Gebäuden ausgelegt. Entsprechend ist dessen Reichweite begrenzt. Im Gebäude sind Reichweiten von maximal 30 bis 50 Metern üblich, im Freien sind Entferungen von bis zu 300 Metern zwischen zwei DECT-Geräten möglich. Um die Reichweite zu Erhöhen, können auch so genannten DECT-Repeater eingesetzt werden, welche das Funksignal verstärken. Mit einem Repeater können Telefonate zwischen Basisstation und einem Mobiltiel über längere distanzen übertragen werden.

Frequenzbereiche

Zur Funkübertragung wird in Europa der Frequenzbereich von 1880 MHz bis 1900 MHz genutzt. Der vom European Telecommunications Standards Institute (ETSI) verabschiedete Standard sieht auch die Nutzung von Frequenzen in den Bereichen 1900–1980 MHz, 2010–2025 MHz und 2400–2480 MHz vor, welche bei entsprechenden Geräten in anderen Regionen (Asien, USA) zum Einsatz kommen.

DECT-GAP

Mit DECT-GAP (»Generic Access Profile«) wird die Kommunikation von DECT Geräten unterschiedlicher Hersteller möglich. Dabei wird allerdings nur gewährleistet, dass Mobilteile eines Herstellers sich mit Basisstationen eines anderen Herstellers verbinden und Telefongespräche übertragen können. Die Nutzung von Komfortfunktionen, wie Zugriff auf das Telefonbuch oder den Anrufbeantworter, ist jedoch meistens nicht möglich.

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