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Newsletter 19/2012

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 www.tarif4you.de ~ Newsletter 19/2012 ~ 13. Mai 2012 
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Willkommen zur heutigen Ausgabe unseres Newsletters!

Diese Woche war vor allem durch verschiedene Gerichtsurteile und neue
Regelungen und Gesetze geprgt. So ist unter anderem das neue
Telekommunikationsgesetz in Kraft getreten und das Europische
Parlament hat neue Roaminggebhren beschlossen. Auerdem gibt es
natrlich neue Preise fr Call-by-Call Gesprche und Internetzugang,
sowohl im Festnetz als auch mobil. Dies und mehr lesen Sie in diesem
Newsletter.

Die Themen in dieser Ausgabe:

  - 01024: Billig ins Ausland telefonieren ab 0,80 Cent
  - Call-by-Call: Weitere Anbieter schalten Tarifansage
  - Internet-by-Call Preisnderungen bei 12Online und Surf2go
  - Neue EU-Romaing-Gebhren fr Telefonie und Datentransfer beschlossen
  - o2 Business: Tagesflatrate frs Surfen im Ausland wird gnstiger
  - Werbung mit Unbegrenzt surfen bei Drosselung unzulssig
  - Urteil: Widerrufsrecht auch bei wesentlicher Vertragsnderung
  - Verbraucherschtzer gehen gegen verschleierte Preise fr Smartphones vor
  - Neues Telekommunikationsgesetz gilt ab 10. Mai 2012

Viel Spa beim Lesen und eine schne Woche!

tarif4you.de - Ihr persnlicher Tarifberater

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>> 01024: Billig ins Ausland telefonieren ab 0,80 Cent

Der Call-by-Call Anbieter 01024 startet wieder eine Aktion fr gnstige
Telefongesprche. Ab dem 9. Mai und mit Tarifgarantie bis
einschlielich 21. Mai 2012 kosten Gesprche ins Festnetz von 10
ausgewhlten Lndern mit der Vor-Vorwahl 01024 gnstige 0,80
Cent/Minute. Der Minutenpreis gilt whrend der Aktion tglich rund um
die Uhr fr Anrufe ins Festnetz von Australien, Dnemark, Frankreich,
Irland, Niederlande, Polen, Portugal, Schweden und der Schweiz sowie
zum Telefonieren ins Fest- und Mobilfunknetz in den USA. Die neuen
Preise werden whrend der gesamten Aktion vom Anbieter garantiert. Die
Abrechnung erfolgt im Minutentakt (60/60) ber die Rechnung der
Deutschen Telekom.

Zu beachten ist, dass mit dem Start der neuen Preisaktion Anrufe mit
der 01024 in einige bisher gnstige Lnder deutlich teurer werden. So
telefonieren Nutzer von 01024 knftig fr 5,9 Cent/Minute nach Kanada
(Festnetz) und Neuseeland (Festnetz); bisher berechnete der Anbieter
fr Anrufe ins Festnetz dieser Lnder entsprechend 0,76 bzw. 0,88
Cent/Minute. Auch Telefongesprche nach Italien (knftig 5,20 statt
bisher 0,88 Cent/Minute) und Russland (knftig 19,9 statt bisher
1,99 Cent/Minute) werden deutlich teurer. Aktuell gnstige
Telefontarife zum Telefonieren ins Ausland finden Sie wie immer in
unserem Tarifvergleich.

- Ihre Meinung zu diesem Thema: http://www.tarif4you.de/forum/



>> Call-by-Call: Weitere Anbieter schalten Tarifansage

Eine Tarifansage bei Call-by-Call Gesprchen ist immer noch nicht
Pflicht und wird es erst ab dem 1. August 2012 sein (vgl. Beschluss des
Bundesverfassungsgerichtes: http://www.tarif4you.de/news/n17068.html ).
Dennoch schalten immer mehr Call-by-Call Anbieter bereits jetzt
freiwillig eine Preisansage vor dem Gesprch. Und diese Woche sind noch
einige weitere Anbieter dazu gekommen.

So hat die Carrier-Services.de GmbH fr Ihr Call-by-Call Angebot
Tellina (01041) am Mittwoch, den 09.05.2012, die Tarifansage
freigeschaltet.

Auch die Callax-Gruppe hat fr zwei Ihrer Call-by-Call Vor-Vorwahlen
jetzt eine Tarifansage geschaltet: Bei 010057 und 010058 gibt es seit
Donnerstag vor jedem nationalen und internationalen Anruf eine
kostenlose Tarifansage. Zuvor wurde bei diesen beiden Vor-Vorwahlen
eine Tarifansage nur vor Anrufen in deutsche Netze geschaltet.

Welche Call-by-Call Anbieter aktuell eine Tarifansage schalten,
erfahren Sie in dieser bersicht:
http://www.tarif4you.de/anbieter/callbycallansage.html


- Ihre Meinung zu diesem Thema: http://www.tarif4you.de/forum/



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 Aktuelle Call-by-Call Tarife fr Anrufe ins deutsche Festnetz:
 Ortsgesprche: http://www.tarif4you.de/tarife/ortsgespraeche.html
 Ferngesprche: http://www.tarif4you.de/tarife/ferngespraeche.html

 Preise fr Telefonate ins deutsche Festnetz und in deutsche
 Mobilfunknetze als praktische Tagesbersicht zum Ausdrucken:
 http://www.tarif4you.de/tarife/inland.html

 Aktuelle Top-Preise fr Gesprche ins Ausland:
 http://www.tarif4you.de/tarife/ausland.html

 Aktuelle Preisgarantien fr Call-by-Call Gesprche:
 http://www.tarif4you.de/tarife/preisgarantie.html

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>> Internet-by-Call Preisnderungen bei 12Online und Surf2go

Der Internet-by-Call Anbieter avivo hat zu Freitag, den 11.05.2012,
einige Preise bei seinen Internet-by-Call Marken 12Online und Surf2Go
gendert.

So gilt bei Surf2Go jetzt ein neuer Tarif Free X (vormals Surf2Go Pro)
ber die Einwahlnummer 019193579. Hier werden 0,15 Cent/Minute tglich
rund um die Uhr im Sekundentakt fr den Schmalband-Internetzugang
berechnet.

- Surf2Go: http://tarif4you.de/goto/p/Surf2Go


Bei 12Online wurden gleich mehrere Tarife fr den Internetzugang mit
einem analogen Modem oder via ISDN gendert:

Im Tarif Prima (Einwahlnummer 019193786) werden jetzt 0,25 Cent/Minute
tglich rund um die Uhr berechnet, bei sekundengenauer Abrechnung.

Im Tarif Speed (Einwahlnummer 019193562) fallen montags bis freitags
zwischen 08 und 18 Uhr 0,19 Cent/Minute und in der restlichen Zeit
sowie am Wochenende teure 19,9 Cent/Minute an. Ein hnliches Modell
gilt auch im Tarif Sprint (Einwahlnummer 019193563): 0,19 Cent/Minute
montags bis freitags 0-08 Uhr und 18-24 Uhr und 19,9 Cent/minute sonst.
Bei beiden Tarifen wird ebenfalls sekundengenau abgerechnet.

Weiterhin werden in den Tarifen Spar (Einwahlnummer 019193701),
Tag (Einwahlnummer 019193708) und Nacht (Einwahlnummer 019193706) jetzt
tglich rund um die Uhr teure 19,9 Cent/Minute fr den Internet-by-Call
Zugang berechnet.

Abrechnung erfolgt ber die Rechnung der Deutschen Telekom AG. Alle
Preise sind inklusive gltiger MwSt.

- 12Online: http://tarif4you.de/goto/p/12online

- Ihre Meinung zu diesem Thema: http://www.tarif4you.de/forum/



>> Neue EU-Romaing-Gebhren fr Telefonie und Datentransfer beschlossen

Ab 1. Juli werden die Kosten fr die Nutzung von Mobiltelefonen,
Smartphones und Tablet-PCs im europischen Ausland deutlich sinken. Das
Europische Parlament hat am heutigen Donnerstag eine neue Roaming
Verordnung beschlossen. Demnach sollen ab 1. Juli 2012 abgehende
Telefongesprche innerhalb im EU-Ausland maximal 29 Cent pro Minute
kosten; fr angenommene Gesprche sollen maximal 8 Cent pro Minute
berechnet werden. Eine SMS darf ab Juli maximal 9 Cent kosten. Auerdem
wurde auf Druck der Abgeordneten die neue Hchstgrenze fr Preise fr
Datennutzung ab 1. Juli 2012 auf 70 Cent pro Megabyte festgelegt.

Die neuen Preisobergrenzen sollen im Verlauf der nchsten zwei Jahren
weiter fallen. Vor allem bei der mobilen Datennutzung im EU-Ausland
sind starke Preissenkungen zu erwarten. Denn ab dem 1. Juli 2013 soll
die Preisobergrenze bei 45 Cent und ab 1. Juli 2014 bei 25 Cent pro
Megabyte liegen.

Auch beim Telefoniere sollen Kunden knftig immer weniger zahlen. Der
Minutenpreis fr abgehende Gesprche innerhal der EU soll 2013 auf 24
Cent und 2014 auf 19 Cent fallen. Fr angenommen Anrufe werden ab 2013
maximal 7 Cent und ab 2014 maximal 5 Cent pro Minute fllig. Der Preis
fr den SMS-Versand im EU-Ausland soll entsprechend auf 8 und 2014 auf
6 Cent fallen.

Eine bersicht der neuen Roaming-Preisobergrenzen finden Sie hier:
http://www.tarif4you.de/news/n17075.html


Rechnungsschocks vermeiden 

Neben den neuen Preisobergrenzen wurden auch einige weitere Regelungen
fr mehr Kostensicherheit im Ausland beschlossen. So sollen knftig
Warnungen auch an Mobilfunknutzer versandt werden, die auerhalb der EU
unterwegs sind. Bisher haben nur Mobilfunkkunden innerhalb der EU eine
Warnung erhalten, sofern ein bestimmter Rechnungbetrag berschritten
wurde. Ab 1. Juli 2012 erhalten Verbraucher eine Warnung, sobald ihre
monatliche Rechnung 50 Euro (vor Steuern) bersteigt. Voraussetzung ist
allerdings, dass das genutzte auslndische Netz die technischen
Anforderungen erfllt.

Mehr Wettbewerb im Roaming-Markt

Auerdem soll mehr Wettbewerb bei den Mobilfunkangeboten in der EU
entstehen. So sollen Verbraucher ab 1. Juli 2014 die Wahl haben,
Mobilfunkdienste fr das In- und Ausland bei unterschiedlichen
Anbietern zu kaufen, ohne ihre Nummer wechseln zu mssen. Beim Wechsel
des Anbieters sollen keine Kosten fr den Verbraucher entstehen.
Auerdem sollen Mobilfunkdiscounter ohne ein eigenes Mobilfunknetz ab
1. Juli 2012 die Netze andere Anbieter zum Grohandelspreis nutzen
drfen, um Roaming-Dienste anzubieten.

- Ihre Meinung zu diesem Thema: http://www.tarif4you.de/forum/



>> o2 Business: Tagesflatrate frs Surfen im Ausland wird gnstiger

Der Mobilfunkanbieter o2 senkt den Preis fr mobiles Surfen im
EU-Ausland fr seine Geschftskunden. Die Tarifoption Internet Day Pack
EU kostet jetzt 3,- Euro netto pro Tag (3,57 Euro inkl. MwSt); der neue
Preis gilt auch fr Bestandskunden. Geschftskunden knnen mit dieser
Tarifoption ein Datenvolumen von 50 Megabyte pro Tag bei voller
Geschwindigkeit nutzen. Nach Erreichen dieses Datenvolumens wird die
bertragungsrate auf GPRS-Geschwindigkeit verringert und der Kunde per
SMS benachrichtigt. Ab 53 Megabyte surfen die Kunden dann mit nur 2
Kilobyte pro Sekunde.

Das Internet Day Pack EU muss nur einmal aktiviert werden. Seine Gebhr
wird nur an den Tagen berechnet, an denen es tatschlich genutzt wird.
Fr Neukunden des Tarifs o2 on Business Upgrade steht der Surf-Tarif
fr 30 Tage kostenlos zur Verfgung, wenn sie ihren Vertrag vor dem 30.
Juni abschlieen.

Gleichzeitig vereinheitlicht Telefnica seine neuen Privatkundentarife
fr das Daten-Roaming: Alle Kunden von o2 und Movistar in Deutschland,
Spanien, Grobritannien, Irland, Tschechien und der Slowakei knnen
dieselben Angebote zu denselben Preisen buchen. Dazu gehrt auch das
Smartphone Day Pack EU, das o2 seit 1. Mai fr 1,99 Euro pro Tag (inkl.
MwSt) inklusive 25 MB Datenvolumen anbietet.

- o2: http://tarif4you.de/goto/s/o2

- Ihre Meinung zu diesem Thema: http://www.tarif4you.de/forum/



>> Werbung mit Unbegrenzt surfen bei Drosselung unzulssig

Die Bewerbung von mobilen Internetzugngen mit Unbegrenzt Internet
Surfen kann unzulssig sein. Zumindest hat so das Landgericht (LG)
Kiel in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil entschieden. Im
vorliegenden Fall (Urteil vom 28.02.2012, Az.: 14 O 18/12) hatte ein
Telekommunikationsdienstleister im Internet fr eine Internetflatrate
Internet Flat 500 geworben, und zwar mit der Angabe Mit der Internet
Flat 500 knnen Sie unbegrenzt und ohne Folgekosten fr nur 9,95 Euro
pro Monat im Internet Surfen... und mit der Aussage Unbegrenzt
Internet Surfen. Erst wenn der Webseitenbesucher auf einen am Ende der
Seite angebrachten Link rechtliche Hinweise klickte, ffnete sich ein
ansonsten verborgener Text. Dort hie es unter anderem: Ab einem
genutzten Datenvolumen von 500 MB pro Monat kann die Geschwindigkeit
auf GPRS gedrosselt werden. Weiterhin im Text fanden sich Hinweise auf
eine Drosselung ab 5000 MB und ab 200 MB.

Die Richter sahen hier eine Irrefhrung der Verbraucher. So werde durch
diese Art der Kommunikation die Entscheidung der Verbraucher
beeinflusst, das das beklagte Unternehmen Informationen vorenthalte,
die im konkreten Fall unter Bercksichtigung aller Umstnde wesentlich
seien. Und die Information, ab welchem Datenvolumen eine Drosselung der
bertragungsgeschwindigkeit erfolgen darf, ist eine solche wesentliche,
kaufentscheidende Information, so die Richter. Damit htte das
Unternehmen in ihrer Werbung in deutlicher Weise informieren mssen,
dass und ab welcher Datenmenge eine Drosselung der
bertragungsgeschwindigkeit zulssig ist.

Laut Gericht reiche die Bezeichnung des angebotenen Tarifs mit
Internet Flat 500 alleine nicht aus, um eine Drosselung des Zuganges
zu erkennen. Es mag durchaus sein, dass technisch besonders
interessierte Personen aus dieser Tarifbezeichnung entnehmen, dass eine
Drosselung der bertragungsgeschwindigkeit ab 500 MB erfolgen darf, so
das Gericht. Bei Internetzugngen und Smart-Phones handelt es sich
aber mittlerweile um Produkte, fr die sich nicht nur ein spezieller,
technisch versierter Personenkreis interessiert, sondern die von allen
Bevlkerungsschichten und Altersgruppen genutzt werden. In diesen
Kreisen knne jedoch nicht generell als bekannt vorausgesetzt werden,
dass mit der Tarifbezeichnung 500 die Drosselung ab einem
Datenvolumen von 500 MB gemeint ist.

Auch der Hinweis auf die Drosselung in einem der Punkte der
rechtlichen Bedingungen sein unzureichend. Unter dieser Rubrik, die
ohnehin nicht zwangslufig, sondern nur dann erreichbar war, wenn der
Interessent den am Ende der Seite befindlichen Link anklickte, wrde
der durchschnittlich informierte Verbraucher Hinweise zur
Vertragsgestaltung, Laufzeit, Kndigungsmglichkeiten et. erwarten,
nicht aber Tarifinformationen, so das Gericht weiter. Zudem gab es
unter den rechtlichen Hinweisen diverse Ziffern mit einer
unterschiedlichen Datenbegrenzung, so dass der Leser auch nicht sicher
erkennen konnte, welche Datengrenze fr den Tarif Internet Flat 500
einschlgig sein sollte.

hnlich entschieden bereits das LG Hannover (Beschluss vom 25.01.2012,
Az. 24 O 4/12), das LG Hamburg (Beschluss vom 10.02.2012, Az. 312 O
83/12) und das LG Bonn (Urteil vom 19.09.2011, Az. 1 O 448/10).

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>> Urteil: Widerrufsrecht auch bei wesentlicher Vertragsnderung

ndert ein Verbraucher auf telefonischem Wege wesentliche Inhalte eines
Vertrages, gilt das Widerrufsrecht. Das hat das Oberlandesgericht (OLG)
Koblenz nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv)
gegen die 1&1 Internet AG in zweiter Instanz entschieden. Nach
Mitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverbands verweigerte das
Unternehmen einer Kundin das Widerrufsrecht, die telefonisch einen
Folgevertrag mit neuen Leistungen abgeschlossen hatte. Dies erklrte
das OLG fr unzulssig, da wesentliche Vertragsinhalte berhrt seien.

Im konkreten Fall hatte eine Verbraucherin ihren Vertrag mit 1&1 ber
Telefon- und Internet-Dienste (Service-Flat 6.000 DSL-Paket) mit einer
Mindestvertragslaufzeit von 24 Monaten fristgerecht gekndigt.
Daraufhin wurde sie vor Ablauf des Vertrages von einem Mitarbeiter des
Unternehmens angerufen. Dieser bot ihr einen neuen Vertrag (Doppel
Flatrate 16.000 DSL-Paket) zum neuen Preis mit neuer 24-monatiger
Laufzeit an. Die Verbraucherin willigte zunchst ein, bereute ihre
Entscheidung jedoch spter und erklrte per E-Mail, dass sie den neuen
Vertrag nicht mehr wolle. Das Unternehmen teilte ihr daraufhin mit,
dass ein Widerrufsrecht nur bei Neuabschlssen bestehe. Dies sei hier
nicht der Fall, weil es sich nur um eine Inhaltsnderung im Rahmen
eines bestehenden Vertrages handele.

Widerrufsrecht besteht auch bei Vertragsnderung

In der ersten Instanz war das Landgericht (LG) Koblenz der Meinung,
dass bei einem Tarifwechsel kein Widerrufsrecht bestehe: Die
Verbraucherin sei aufgrund ihrer mehrjhrigen Vertragszugehrigkeit bei
der Beklagten sowohl ber [das Unternehmen] als auch ber deren Waren-
und Dienstleistung ausreichend informiert gewesen. Es habe daher nicht
der typische Erstkontakt vorgelegen, der ein Widerrufsrecht begrndet
htte.

Das OLG Koblenz stellte nun in seinem Urteil vom 28.03.2012
(Az. 9 U 1166/11) klar: ndert ein Verbraucher per
Fernkommunikationsmittel (zum Beispiel Telefon) einen bestehenden
Vertrag, gilt das Widerrufsrecht, worber das Unternehmen auch zu
informieren hat. 

Der Verbraucher ist in gleichem Umfang in Bezug auf den
Abnderungsvertrag wie bei einem Erstvertrag schutzwrdig, urteilten
die Richter, vorausgesetzt, es handele sich um neue wesentliche
Vertragsinhalte gegenber der ursprnglichen Vereinbarung, wie dem
Leistungsgegenstand.

Das Widerrufsrecht entfalle nur dann, wenn sich der Verbraucher
unmittelbar vor dem Telefonat im Rahmen eines persnlichen Kontaktes
bei dem Unternehmen ber die neuen Vertragsbedingungen informiert habe.
In diesem Fall msse der Kunde nicht mehr vor bereilung geschtzt
werden. Das Gericht lies die Revision nicht zu.

Quelle: Pressemitteilung des Verbraucherzentrale Bundesverbandes
(vzbv). 

- vzbv: http://tarif4you.de/goto/a/vzbv

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>> Verbraucherschtzer gehen gegen verschleierte Preise fr Smartphones vor

Es gibt sie immer noch - die Preise ab 1,- Euro fr ein neues Handy zu
einem Mobilfunkvertrag. Doch was in der Werbung gnstig klingt ist am
Ende doch teurer und vor allem schwer zu durchschauen. Denn die
Anbieter splitten in der Werbung den teuren Handy-Preis in eine
herausgestellte, niedrige Anzahlung sowie  teils versteckt  in
monatlich zu zahlende Raten, kritisiert die Verbraucherzentrale
Nordrhein-Westfalen. So werden hochwertige Smartphones schon mal
plakativ fr ab 1 Euro oder 79,90 Euro einmalig beworben, obwohl
ber die Laufzeit von zwei Jahren zustzliche Kosten auf die Nutzer
zukommen. Andere wiederum nennen in der Werbung nur die Hhe der
Monatsrate.Die Verbraucherschtzer gehen nach eigenen Angaben
erfolgreich gegen solche verschleierte Preisangaben fr Smartphones und
Mobiltelefone vor.

Durch die Aufteilung des Preises in der Werbung mssen die Kunden sich
die einzelnen Preisbestandteile selbst aus dem Kleingedruckten suchen
und addieren. Dies erschwert nicht nur die Suche nach dem gnstigsten
Angebot sondern stellt nach Auffassung der Verbraucherzentrale auch
einen Versto gegen die Preisangabenverordnung dar. Diese verlangt
nmlich, dass  soweit mglich  der Endpreis deutlich genannt wird.

Bereits acht Mobilfunkanbieter hat die Verbraucherzentrale NRW wegen
solcher Verste abgemahnt. Die Anbieter Fonic, Freenetmobile, McSIM,
o2 und Simply gelobten daraufhin Besserung und gaben
Unterlassungserklrungen ab, teilte die Verbraucherzentrale mit.
Dreimal mussten die Gerichte entscheiden: Betroffen waren Congstar
(Landgericht Kln, Az.: 31 O 746/11), Primacall (Berliner
Kammergericht, Az.: 23 W 2/12) und Vodafone (Landgericht Dsseldorf,
Az. 38 O 162/11, nicht rechtskrftig), gegen die jeweils einstweilige
Verfgungen erwirkt werden konnten.

Der Tipp der Verbraucherschtzer: Es kann durchaus preiswerter sein,
ein gewnschtes Smartphone einzeln zu erwerben und sich unabhngig
davon einen passenden Mobilfunktarif und Anbieter auszusuchen, als sich
fr ein Kopplungsangebot mit Endgert und Tarif aus einer Hand zu
entscheiden.

Quelle: Mitteilung der Verbraucherzentrale NRW

- Verbraucherzentrale NRW: http://tarif4you.de/goto/a/VZNRW

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>> Neues Telekommunikationsgesetz gilt ab 10. Mai 2012

Die Anfang des Jahres vom Bundestag und Bundesrat beschlossene
umfassende nderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist am
Mittwoch im Bundesgesetzblatt verffentlicht worden (BGBl. I, S. 958)
und tritt damit am 10. Mai 2012 in Kraft. Die TKG-Novelle schafft
zustzliche Anreize fr Investitionen in neue Hochgeschwindigkeitsnetze
und erleichtert den Netzausbau, so das Bundesministerium fr Wirtschaft
und Technologie (bmwi). Gleichzeitig verbessert das Gesetz die
Bestimmungen zum Daten- und Verbraucherschutz.

Zu den Verbesserungen fr Verbraucher zhlen unter anderem ein
reibungsloser Anbieterwechsel, so dass der Telefon- oder
Internetanschluss bei einem Anbieterwechsel nur noch fr einen
Kalendertag unterbrochen sein darf. Auch bei Mitnahme der Telefonnummer
muss diese innerhalb eines Tages wieder freigeschaltet werden. Im
Mobilfunk kann die Rufnummer knftig bereits vor Ablauf des Vertrages
zu einem neuen Anbieter mitgenommen werden. Hier sind weitere
wichtigste nderungen fr Telefon- und Internetkunden:

* Telefon- und Internetanbieter werden knftig mindestens eine
Tarifvariante mit einer Mindestlaufzeit von 12 Monaten anbieten.

* Bei einem Umzug werden Telefon- und Internetanbieter die
vertraglichen Leistungen am neuen Wohnort des Kunden weiterfhren, ohne
die Vertragslaufzeit automatisch zu verlngern. Falls die Services am
neuen Wohnort nicht mglich sind, kann der Kunde mit einer Frist von
drei Monaten kndigen.

* Bei Festnetz-Anschlssen wie DSL und Kabel-Internet werden die
Internetanbieter die erreichbare Mindestgeschwindigkeit angeben. 

Weiterhin soll das neue Gesetz fr eine bessere Kostenkontrolle sorgen.
Handynutzer knnen verhindern, dass ber ihre Telefonrechnung
Online-Services von Fremdanbietern abgerechnet werden. Dazu gengt eine
Mitteilung an den Handy-Netzbetreiber. Zudem knnen auch Handynutzer
nun gegen einzelne Rechnungsposten Widerspruch einlegen, ohne dass eine
Anschlusssperre droht. Im Festnetz ist das seit lngerem mglich.

Die mit dem Gesetz eingefhrte Verpflichtung von alternativen
Netzbetreibern (Call by Call), den Preis vor Gesprchsbeginn anzusagen,
wird - aufgrund der erforderlichen technischen Umstellungsmanahmen -
nach dem aktuellen Beschluss des Bundesverfassungsgerichtes erst am 1.
August 2012 in Kraft treten. Bisher schalten mehrere Call by Call
Anbieter die Preisansage freiwillig.

Telefonische Warteschleifen werden knftig bei Sonderrufnummern
kostenlos sein. Diese Neuregelung wird mit einer bergangsgfrist in
Kraft treten: Zunchst sind die ersten zwei Minuten der Wartezeit
kostenlos. Nach einem Jahr gilt die Regelung fr die gesamte Wartezeit.

Quellen: Mitteilungen des bmwi sowie des BITKOM.

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Das war es fr diese Woche.
Nchtes Newsletter erscheint am 20. Mai 2012.

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