Telekom: Starke Nachfrage nach Glasfaser-Produkten und mehr Kunden

Konzern hat Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt

07. August 2014

Die Deutsche Telekom hat ihr Ergebnis für das zweite Quartal 2014 vorgestellt. Neben den Finanzdaten hat das Unternehmen auch die aktuellen Zahlen zu den Kunden und Anschlüssen bekannt gegeben. So ist die Nachfrage nach Breitband-Anschlüssen, insbesondere VDSL und Glasfaser (FTTH) stark gestiegen. Auch im Mobilfunkbereich sind die Kundenzahlen gestiegen. Mehr dazu lesen Sie in dieser Meldung.

Glasfaser-Produkte bleiben in Deutschland heiß begehrt

In Deutschland verzeichnet die Telekom eine starke Nachfrage nach den Glasfaser-Produkten VDSL und FTTH. Im zweiten Quartal legte das Tempo mit 227.000 neuen Kunden im Vergleich zum ersten Quartal nochmals zu. Davon stammen 109.000 Kunden aus dem Bereich Wholesale, im Wesentlichen aufgrund des Kontingentmodells. Die Gesamtzahl der Glasfaser-basierten Anschlüsse kletterte damit innerhalb eines Jahres um 55 Prozent auf knapp 2 Millionen.

Leicht verbessert im Vergleich zu den vorangegangenen Quartalen hat sich die Entwicklung auf dem Breitbandmarkt mit 7.000 Nettoneuzugängen für die Telekom. Überdurchschnittlich legte die Telekom bei den Breitband-Neukunden in den VDSL-Ausbaugebieten zu. Hier wirkten sich die Investitionen im Rahmen der Netzoffensive direkt positiv aus. Die Zahl der Entartain-Kunden ist im zweiten Quartal dieses Jahres auf mehr als 2,3 Millionen gestiegen. Dabei buchte mehr als die Hälfte der eigenen Neukunden von Glasfaser-Produkten Entertain hinzu. Insgesamt in Europa hat die Telekom zwischen April und Juni einen Zuwachs um 48.000 bei Breitbandanschlüssen verzeichnet; die TV-Kundenzahl stieg um 61.000.

Deutsche Telekom Zentrale in Bonn

Technologiewechsel: Immer mehr IP-Anschlüsse

Auch die Umstellung auf IP-Zugänge schreitet voran. Zum Ende des zweiten Quartals waren bereits gut 3,1 Millionen Anschlüsse in Deutschland migriert. Die gesamte Zahl der Festnetzanschlüsse ging jedoch im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 168.000 zurück. diese Zahl sieht die Telekom allerdings positiv an, denn das sei der kleinste Rückgang seit 10 Jahren.

Die Telekom stellt die Anschlüsse auch in anderen Ländern in Europa auf IP um. Zu Ende Juni 2014 waren bereits 32 Prozent aller Festnetz-Anschlüsse des Segments IP-basiert. Das waren 11 Prozentpunkte mehr als ein Jahr zuvor.

Mobilfunk: Mehr Kunden, weniger Umsätze

Im Mobilfunk behauptete die Telekom ihre Spitzenposition. Die Mobilfunk-Service-Umsätze in Deutschland gingen im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum allerdings leicht um 0,3 Prozent zurück. Im Jahresvergleich verbesserte die Telekom ihren Marktanteil bei den Service-Umsätzen um 0,6 Prozentpunkte auf 35,5 Prozent. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden wuchs zwischen April und Juni um 275.000. Dazu trugen 198.000 Neukunden unter den eigenen Marken Telekom und Congstar bei, teilte die Telekom mit.

USA: Wachstum bei Service-Umsätzen

T-Mobile US hat das Wachstum der vergangenen Quartale fortgesetzt und zur Jahresmitte erstmals die Marke von 50 Millionen Kunden überschritten. Im zweiten Quartal 2014 kamen 1,47 Millionen Neukunden hinzu, davon 908.000 Vertragskunden unter eigener Marke. Für das Gesamtjahr hat das Unternehmen abermals seine Wachstumserwartung angehoben. Die Zahl der Vertragskunden unter eigener Marke soll 2014 um 3,0 bis 3,5 Millionen steigen. Zu Jahresbeginn hatte die Prognose noch bei 2 bis 3 Millionen Neukunden gelegen.

Die Telekom sieht die erfolgreiche Un-Carrier-Strategie und der Ausbau des 4G LTE-Netzes auf eine Bevölkerungsabdeckung von 233 Millionen als maßgebliche Treiber des Erfolgs. Der Anstieg bei den Mobiltelefon-Vertragskunden unter eigener Marke war mit 579.000 der stärkste der vier landesweit vertretenen Wettbewerber. Gleichzeitig hat sich im zweiten Quartal die Zahl der Kunden, die sich für einen Tablet- bzw. Daten-Vertrag entschieden, gegenüber den ersten drei Monaten 2014 auf 329.000 praktisch verfünffacht.

Bild: Deutsche Telekom

 
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