T-Com testet WiMAX-Technologie im Praxisbetrieb

Pilotprojekt für ausgewählte Privatkunden

29. Juni 2005
Nach dem erfolgreichen Abschluss umfangreicher Laborversuche testet T-Com die Funktechnologie WiMAX unter realen Bedingungen beim Kunden. An dem Pilotprojekt nehmen seit heute rund 100 Privatkunden im Großraum Bonn teil, die per Funkverbindung zum T-Com Netz die T-DSL Technik nutzen, teilte das Unternehmen mit. T-Com will im Rahmen des bis zum 31. März 2006 dauernden Pilotbetriebs unter Praxisbedingungen ermitteln, ob sich die Breitbandinfrastruktur mit WiMAX sinnvoll einsetzen lässt.

«Uns interessiert, ob die WiMAX-Technologie für T-Com als zusätzliches Medium geeignet ist, den DSL-Markt weiter voranzutreiben», so Roland Kittel, Technik-Vorstand von T-Com. «Die Pilotierung dieser innovativen Technik bietet uns die Möglichkeit, die bereits vorliegenden Ergebnisse aus den Laborversuchen unter realen Bedingungen zu überprüfen und Aussagen über die Wirtschaftlichkeit zu erhalten».

Die Abkürzung WiMAX steht für «Worldwide Interoperability for Microwave Access», einem Standard für breitbandige, drahtlose Zugangsnetze auf der Grundlage des Richtfunkstandards IEEE 802.16-2004. WiMAX ermöglicht die Einrichtung lokaler Funksektoren und somit die Schaffung eines breitbandigen Internetzugangs auch in bisher nicht versorgten Bereichen. Darüber hinaus verfolgt T-Com mit dem Pilotbetrieb das Ziel, die Kundenakzeptanz des breitbandigen Internetzugangs mittels stationärer WiMAX-Technologie zu überprüfen sowie Prozessabläufe im Hinblick auf die eventuelle Markteinführung zu analysieren.

Der Pilotbetrieb findet bis zum 31. März 2006 mit insgesamt 100 Privatkunden statt, denen bislang kein T-DSL Anschluss zur Verfügung gestellt werden konnte. Für die Erprobung der WiMAX-Technologie in einer typisch ländlichen Region nehmen in der Gemeinde Swisttal im Ortsnetz Rheinbach etwa zwanzig Kunden in den Orten Miel, Buschhoven und Morenhoven am Pilotbetrieb teil. Am Test in einer städtischen Glasfaser-Region beteiligen sich in Sankt Augustin rund achtzig Kunden, die in den Orten Menden und Meindorf wohnen.

Zur Anbindung der WiMAX-Funkstationen an das Zugangsnetz und den Internet-Backbone nutzt T-Com im Rahmen des Pilotbetriebs die gleichen Komponenten wie im regulären Betrieb von T-DSL. Die Antennenstandorte der WiMAX-Knoten in Rheinbach und St. Augustin sind via Ethernet mit dem hochleistungsfähigen ATM-Zugangsnetz von T-Com verbunden. Die Entfernung zu den Empfängerantennen der Kunden beträgt bis zu sechs Kilometer Luftlinie.

Das gesamte für die Nutzung der WiMAX-Technologie erforderliche Equipment stellt T-Com den Kunden für die Zeit des Pilotbetriebs kostenlos zur Verfügung. Auch die Einrichtung der Netzwerkkarten und die Konfiguration der kundeneigenen Personalcomputer übernimmt T-Com.

Lesen Sie unsere News auch als RSS-Feed

 
+++ Anzeige +++