M-net baut das Münchner Glasfasernetz weiter aus

Arbeiten in sechs weiteren Stadtteilen

21. Februar 2018

Viele Anbieter bauen ihre Breitband-Netze in Deutschland aus. Dies gilt nicht nur für die großen Unternehmen wie die Telekom oder Vodafone sondern auch für Stadnetzbetreiber, die eher regional tätig sind. So hat jetzt der Münchener Anbieter M-net die Pläne für den weiteren Glasfaser-Ausbau bekannt gegeben. Derzeit rollen die Bagger in sechs Stadtteilen im Münchner Norden und Osten an. Das Unternehmen plant, bis zum Jahr 2021 rund 70 Prozent aller Münchner Haushalte mit einem echten FTTB/H-Glasfaseranschluss zu versorgen.

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M-net baut derzeit ihr Glasfaser-Netz in sechs Gebieten in München aus. Derzeit werde in Parkstadt Bogenhausen, Balanstraße, Perlach Süd, Josephsburg, Moosach Süd und Milbertshofen/Freimann Süd gebaut, teilte das Unternehmen mit. Damit sollen wietere Münchner Haushalte Zugriff auf einen superschnellen Internetanschluss erhalten, bei dem eine Glasfaserleitung entweder bis in den Keller (FTTB = Fiber to the Building) oder bis direkt in die Wohnung reicht (FTTH = Fiber to the Home). Bis Ende des Jahres will die Stadtwerke München gemeinsam mit ihrer Telekommunikationstochter M-net voraussichtlich über 490.000 Haushalte an das Münchner Glasfasernetz angeschlossen haben. Nach Abschluss der zweiten Ausbaustufe im Jahr 2021 sollen es über 620.000 sein.

SWM und M-net informieren Hausbesitzer in den Ausbaugebieten

Für Hausbesitzer und Wohnbaugenossenschaften erläutern SWM und M-net auf Informationsabenden die Erweiterung des Glasfasernetzes, die damit verbundenen Bauarbeiten und die Vorteile der neuen Technologie. Dabei gehen die Fachleute unter anderem auf die geplanten Tiefbauarbeiten im Bereich der Gehwege ein und klären über die notwendigen Schritte auf, um die Glasfaserkabel in jedes einzelne Gebäude hinein zu verlegen.

Die Bauarbeiten sollen schnell ablaufen: In einem ersten Schritt werden die Gehsteigplatten auf einer Länge von 50 Metern aufgedeckt, dann das Kabel verlegt und der Gehsteig wieder geschlossen, erklärt M-net. Diese Baustelle soll in der Regel nicht länger als drei Tage dauern, so das Unternehmen. Dann zieht die Kolonne weiter. Der eigentliche Hausanschluss erfolgt durch eine vier Zentimeter große Bohrung in den Keller oder durch die in vielen Häusern bereits vorhandene SWM Mehrspartenhauseinführung.

Im Keller installieren die Stadtwerke dann einen sogenannten APL, einen kleinen Kasten, der als Abschluss- und Übergabepunkt der Glasfaserleitung dient. An diesen wiederum schließt M-net einen speziellen Wandler an, der die optischen Daten aus dem Glasfasernetz in elektrische Impulse übersetzt. Dies ermöglicht, dass im Haus selbst auch weiterhin das bestehende Kupferkabelnetz verwendet werden kann, um den Bewohnern in den einzelnen Wohnungen Highspeed-Internet, Telefon und HD-Fernsehen anbieten zu können. Alternativ ist es auch möglich, Glasfaserkabel bis direkt in die einzelnen Wohnungen zu verlegen. Über solche FTTH (Fiber to the Home) Anschlüsse bietet M-net schon heute Internet-Bandbreiten von bis zu 1.000 MBit/s an.

Für die Hausbesitzer sei die Erschließung ihrer Immobilie im Rahmen des laufenden Ausbauprojekts kostenfrei, da die SWM und M-net sämtliche Bau-, Installations- und Hardwarekosten tragen. Erst wenn die Bewohner Telekommunikationsdienste über die neue Glasfaser-Infrastruktur nutzen, also Internet-, Telefon- oder TV-Anschlüsse bei M-net buchen, fallen für die Kunden effektiv Kosten an.

 
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