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Einhetliche Behördenrufnummer 115 startet am 24. März
Umfrage: Vier von fünf Bundesbürgern wollen »115« nutzen
Am 24. März 2009 soll die einheitliche Behördennummer 115 starten. Angelehnt an die Notrufnummern 110 und 112 sollen Bürger unter der 115 schnellen Rat und direkte, behördenübergreifende Informationen erhalten. Das Konzept der 115 sieht vor, dass die Mitarbeiter in den Service-Centern zunächst selbst versuchen sollen, das Anliegen des Anrufers zu erledigen. Können die Mitarbeiter am Telefon nicht persönlich weiterhelfen, verbinden sie direkt an den Fachkollegen oder nehmen das Anliegen auf und schicken eine elektronische Nachricht an die entsprechende Stelle, zum Beispiel an das zuständige Ministerium.
Regionaler Schwerpunkt des zunächst auf zwei Jahre angelegten Pilotbetriebs ist Nordrhein-Westfalen. Die Bürger von Aachen, Arnsberg, Bielefeld, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Frechen, Hürth, Köln, Leverkusen, Mülheim an der Ruhr, Wuppertal, Kreis Lippe und dem Rhein-Erft-Kreis können die Rufnummer 115 ab Ende März erreichen. Zu den ersten 115-Regionen zählen auch Berlin, Hamburg, Oldenburg und der Main-Taunus-Kreis. Langfristig sollen alle Bundesbürger unter der 115 Auskunft von Behörden bekommen.
»Die einheitliche Behördenrufnummer 115 muss ein möglichst großes Dienstleistungsangebot umfassen«, so Präsident des Hightech-Verbands BITKOM Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer. »Nur mit diesem Ziel kann der Service für den Bürger nachhaltig verbessert und Kosten in der Verwaltung gespart werden«.
Laut einer repräsentative Umfrage von BITKOM wollen 80 Prozent der Deutschen bei amtlichen Anliegen künftig die Behördenrufnummer 115 nutzen. Zum Start wird die 115 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar sein. Das Angebot beschränkt sich anfangs auf die in einem Test ermittelten hundert am häufigsten nachgefragten Leistungen der Kommunen sowie die jeweils 25 am häufigsten nachgefragten Leistungen der Bundes- und Landesverwaltungen. Das sind zum Beispiel Fragen zu Abfallbeseitigung, Anwohnerparkausweis, Beglaubigungen, Gewerberegisterauskunft oder Elterngeld. Scheer ermutigte alle noch nicht teilnehmenden Kommunen, Länder und Behörden, sich dem Projekt anzuschließen.