TK-Unternehmen sehen optimistisch in die Zukunft

Trotz des Optimismus ist Personalabbau noch nicht beendet

07. September 2005
Die optimistische Stimmung in der Telekommunikationsbranche hält an. Fast zwei von drei Fach- und Führungskräften der Telekommunikationsunternehmen in Deutschland und der Schweiz erwarten, dass ihr Unternehmen im kommenden Jahr erfolgreicher als in diesem Jahr sein wird. Rund ein Viertel der Befragten ist sogar der Meinung, dass sich ihre Aussichten im kommenden Jahr stark verbessern. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie TELCO Trend, die von der Unternehmensgruppe Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagementsoftware Inworks durchgeführt wurde.

Wachstumsmotor ist das Zusammenwachsen von IT, Telekommunikation und Entertainment. Trotz des Optimismus hält die Mehrzahl der Befragten den Personalabbau nicht für beendet. So sinkt bei vierzig Prozent der Unternehmen durch die Anpassung von Geschäftsprozessen und Straffung von Produkt- und Leistungsportfolios der Personalbedarf.

Die Loyalität der Telefonkunden nimmt weiter ab. Sie nutzen immer öfter die Möglichkeit zum mühelosen Preisvergleich im Web und wechseln bei entsprechenden Angeboten den Anbieter. Zwei von drei befragten Fach- und Führungskräften reagieren nun auf die Preissensibilität ihrer Kunden: Sie wollen profitable Kunden identifizieren und stärker auf ihre Anforderungen, Wünsche und Ansprüche eingehen, um deren Wechselbereitschaft entgegenzuwirken. Mehr als achtzig Prozent der Telekommunikationsunternehmen wollen in den nächsten drei Jahren in ein umfangreiches Kundenbeziehungsmanagement investieren. Steria Mummert Consulting geht davon aus, dass Unternehmen, die Geld für Kundenmanagement-Strategien ausgeben, nachhaltige Wettbewerbsvorteile realisieren können.

Darüber hinaus stehen Technologieinvestitionen ganz oben auf der Wunschliste der Verantwortlichen. So beabsichtigen rund drei von vier der befragten Fach- und Führungskräfte, in den kommenden drei Jahren massiv in neue Technologien zu investieren. Der Grund: Der Breitbandmarkt boomt. Die Mehrzahl der Telekommunikationsunternehmen sieht in DSL (66 Prozent) und trotz Startschwierigkeiten auch in UMTS (51 Prozent) die herausragenden Technologien der nächsten Jahre. Experten-Schätzungen zufolge beläuft sich das Volumen des deutschen Breitbandmarktes 2005 auf 3,15 Milliarden Euro. Das jährliche Wachstum liegt nach Einschätzungen von Steria Mummert Consulting bei 30 Prozent.

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