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BNetzA will GSM-Frequenzen für mobiles Internet freigeben
VATM sieht Gefahr für mobile Sprachtelefonie
Die Bundesnetzagentur will die Mobilfunk-Frequenzen im Bereich von 900 MHz und 1.800 MHz ab dem 1. Januar 2017 für »funkgestützte schnelle Internetanschlüsse« zur Verfügung stellen. Derzeit werden diese Frequenzen in Deutschland von den vier Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, Telefónica, Vodafone und E-Plus intensiv für Sprachtelefonie und SMS genutzt.
»Das Aufkommen von Sprachtelefonie und Kurznachrichten wächst weiterhin auf hohem Niveau. Gleichzeitig nimmt der Datenverkehr im Mobilfunk enorm zu. 2011 wurde die Schwelle von 100 Millionen GByte mobil übertragender Daten zwar noch nicht überschritten, allerdings hat sich in den letzten zwei Jahren das Datenvolumen fast verdreifacht«, so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Und die neuen Endgeräte, Cloud Computing, Video-Streams und die mobile Nutzung sozialer Netzwerke würden das mobile Datenaufkommen weiter erhöhen.
Nach bisheriger Planung sollen die Frequenznutzungsrechte für die Frequenzbereichen 900 MHz und 1800 MHz zum 31.12.2016 auslaufen. Damit wären diese Frequenzen für die bundesweite Nutzung für den drahtlosen Netzzugang verfügbar. Die Bundesnetzagentur hat alle interessierten Kreise eingeladen, bis zum 3. Juli 2012 Stellung zu den Vorschlägen für die Nutzung der Frequenzen zu nehmen. Entsprechende Informationen hat die Behörde auf eigener Internetseite veröffentlicht.
Erste Kritik zu den Plänen der Bundesnetzagentur kommt vom Branchenverband VATM. VATM-Chef Jürgen Grützner erklärte gegenüber Golem.de, dass die Bundesnetzagentur mit diesem Vorhaben die mobile Sprachtelefonie unmöglich mache. Seiner Ansicht nach werde das GSM-Spektrum mit 900 und 1800 MHz noch mindestens bis 2020 für mobile Sprachdienste benötigt.
Sollte es zur neuen Vergabe der Frequenzbereichen kommen, würden die Frequenzen »technologieneutral« vergeben und können somit sowohl für Telefonie als auch für die mobile Datennutzung via GSM, UMTS, HSPA oder LTE genutzt werden. auch neue Netzbetreiber könnten damit in Deutschland starten.