Studie: Highspeed-Internet wird immer günstiger

Doppelflatrates bis zu elf Prozent günstiger als im Vorjahr

18. Juli 2016

Die Preise für Highspeed-Internetzugänge sind ständig in Bewegung. Doch sie entwickeln sich nicht überall in Deutschland in die gleiche Richtung. Laut einer Studie, die das Vergleichsportal Check24 jetzt veröffentlicht hat, war eine Doppelflatrate mit 50 MBit/s in Dresden und Leipzig bis zu elf Prozent günstiger als im Vorjahr. In Berlin und Stuttgart dagegen stieg der Effektivpreis für schnelles Internet.

Preisverlauf für Internettarife
Durchschnittspreis für schnelles Internet mit 50 MBit/s seit Juni 2015 um fünf Prozent gesunken (Quelle: Check24)

Schnelles Internet in Dresden elf Prozent günstiger

Im Durchschnitt der 50 größten deutschen Städte fiel der Preis für eine Internet-Doppelflatrate mit einer Surfgeschwindigkeit von mindestens 50 MBit/s zwischen Juni 2015 und Juni 2016 um fünf Prozent, so das Ergebnis der Studie. In Dresden verbilligten sich die Highspeed-Tarife innerhalb eines Jahres sogar um elf, in Leipzig um zehn Prozent - ein Unterschied von 40 bzw. 35 Euro pro Jahr. Auch Flatrates mit maximal 16 MBit/s sind in den beiden Ost-Metropolen um jeweils drei Prozent günstiger geworden, so Check24.

Vergleichsweise stark gefallen sind die Preise für 50 MBit/s auch in München (minus neun Prozent) und Nürnberg (minus acht Prozent). Teurer geworden ist Internet dagegen in Stuttgart. Hier zahlten Verbraucher im Juni 2016 rund drei Prozent mehr als im Vorjahr - sowohl für schnelle 50 MBit/s-Tarife als auch für langsamere Surfgeschwindigkeiten von 16 MBit/s. Auch in Berlin zogen die Preise für Internet-Doppelflatrates um zwei Prozent an.

Auch grundsätzlich konnte das Vergleichsportal Unterschiede in der Preisentwicklung zwischen den Anschlüssen mit 50 MBit/s und 16 Mbit/s feststellen. So waren im Schnitt der 50 größten deutschen Städte die Internet-Doppelflatrates mit 50 MBit/s im Juni rund sieben Prozent günstiger als langsamere Tarife mit nur 16 MBit/s. Das heißt, effektiv zahlen Verbraucher weniger für mehr Leistung. Besonders freuen können sich Kunden in Gelsenkirchen, Bielefeld und Nürnberg. Hier waren die schnelleren Tarife im Schnitt 13 Prozent günstiger. Auch in Dresden, Ludwigshafen und Mannheim war die Differenz mit zwölf Prozent überdurchschnittlich groß.

»Tarife mit 16 MBit/s kommen oft von DSL-Anbietern, die keine eigenen Netze betreiben und für die Nutzung der Telefonleitung Gebühren zahlen müssen«, sagt Erwin Biebrich, Geschäftsführer im Bereich Telekommunikationsdienste bei Check24.de. »Anbieter von Bandbreiten ab 50 MBit/s sind häufig Kabelanbieter, die eigene Netze betreiben und dadurch mehr Leistung zu besseren Preisen anbieten können.«

Die Methodik

Die Preisänderungen werden durch verschiedene Faktoren beeinflusst. So spielen auch Faktoren wie Neukundenaktionen und Wechslerprämien eine Rolle. Auch beeinflusst das Ende des ersten Quartals die Preisentwicklung. In diesem Zeitraum laufen oftmals günstige Aktionen aus, die erst wieder im zweiten Quartal starten, erklären die Macher der Studie. Für die Berechnung werden Effektivpreise inklusive Vergünstigungen innerhalb der ersten 24 Monate verwendet.

Quelle: Mitteilung von Check24

 
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