Vodafone: Beamforming soll LTE auf dem Land beschleunigen

Schlaue Antennen für mehr Netz

17. Januar 2019

Vodafone hat in Deutschland eine neue Mobilfunk-Technologie gestartet: Beamforming. Davon sollen vor allem Anwohner in ländlichen Regionen profitieren. Laut Vodafone würde die neue Antennentechnik die verfügbaren LTE-Kapazitäten in den ländlichen Gebieten verfünffachen. Damit können noch mehr Mobilfunkkunden gleichzeitig das schnelle LTE-Netz nutzen, so der Netzbetreiber weiter. Vodafone startet die Technologie zu Beginn des Jahres in den ersten rund 50 Gemeinden in Deutschland.

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Beamforming gehört im Mobilfunk zu den 5G Technologien. Das Mobilfunknetz richtet sich damit am Kunden aus. Die Antennentechnik vereint bis zu 128 speziell angeordnete winzige Antennen auf kleinstem Raum. Die einzelnen Antennen sollen immer die beste Luftschnittstelle kennen, um Kunden auf direktem Wege zu erreichen, erklärt Vodafone die Idee hinter der Technik. Das soll die verfügbaren LTE-Kapazitäten eines Mobilfunkmasten steigern, sodass noch mehr Nutzer gleichzeitig vernetzt werden können. Auch die verfügbaren Geschwindigkeiten für Nutzer im Upload und im Download sollen mit Beamforming steigen.

Die neue Technik soll auch Vorteile für den internetzugang zuhause mit sich bringen, so Vodafone. Der Anbieter meint damit die eigene Lösung GigaCube. Dabei handelt es sich um einen LTE-Router mit SIM-Karte, der Internet per Mobilfunk in die Haushalte bringt. GigaCube ist unter anderem in den Regionen interessant, wo gar kein Festnetz verfügbar ist oder die DSL-Anschlüsse nur sehr niedrige Geschwindigkeiten haben.

Der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern aktiviert Beamforming zu Beginn des Jahres sukzessive in rund 50 ländlichen Gemeinden. Zukünftig soll Beamforming auch in Stadien und bei Großveranstaltungen zum Einsatz kommen damit tausende Menschen zeitgleich im Mobilfunk surfen können.

 
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