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Telefónica Deutschland prüft Veräußerung passiver Infrastruktur
Verkauf von Dachstandorten an Infrastrukturgesellschaft möglich
Die Telefónica Deutschland Holding AG erwägt die Veräußerung weiterer Teile ihres Mobilfunkinfrastrukturportfolios. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Eine Möglichkeit sei der Verkauf von Dachstandorten an die Telefónica S.A.-Tochter Telxius. Durch die derzeit attraktiven Bewertungen für bauliche Netzinfrastruktur ergäbe sich für Telefónica Deutschland die Möglichkeit, Kapital freizusetzen, um ihre finanzielle Flexibilität zu erhöhen, so das Unternehmen.

Telefónica Deutschland besitzt ca. 19.000 Mobilfunkstandorte – die meisten davon auf Hausdächern (Bild: Telefónica)
Im April 2016 hat Telefónica Deutschland bereits rund 2.350 freistehenden Mobilfunkmasten an Telxius veräußert. Nun erwägt das Unternehmen, im Laufe des nächsten Jahres einen großen Teil seiner 19.000 eigenen Funkstandorte auf Häuserdächern abzugeben. Eine Entscheidung hierüber soll in den kommenden Monaten fallen, heißt es weiter.
»Wir beobachten derzeit im Kapitalmarkt eine starke Nachfrage nach passiver Mobilfunkinfrastruktur«, sagt Markus Rolle, Finanzvorstand von Telefónica Deutschland. »Dadurch eröffnet sich uns die Möglichkeit in Bauwerken gebundenes Kapital freizusetzen, um unsere finanzielle Flexibilität zu erhöhen«.
Die Überlegungen betreffen bauliche und infrastrukturelle Komponenten sowie die jeweiligen Nutzungsverträge für die Standorte. Die montierte Funktechnik sei nicht betroffen und verbleibt im Eigentum des Unternehmens, betont Telefónica Deutschland. Das Unternehmen würde im Falle eines Verkaufs der Infrastruktur beziehungsweise einer Übertragung der Mietverhältnisse langfristige Nutzungsrechte an den Standorten behalten und auch die Möglichkeit haben, Standorte gemeinsam mit Partnern zu nutzen.
