Newsticker
- Vodafone: Neuer Ultra Hub 7 Glasfaser mit WiFi 7
- Telekom nimmt im März 65 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb
- Ay Yildiz Aktion: Alle eingehenden Anrufe in die Türkei kostenfrei
- Vodafone Spam-Warner: 64 Millionen Warnmeldungen vor Telefonbetrug
- Doro Aurora: Drei neue Smartphones für ältere Nutzer
- Telekom: 170.000 neue Glasfaseranschlüsse im März
- ja! mobil und Penny Mobil bieten jetzt auch Prepaid-Jahrespakete
- Gigaset stellt neue barrierearme EASY 500 Serie vor
- Glasfaser: Telekom startet Ausbau im Landkreis Mittelsachsen
- Glasfaser-Tarife von 1&1 jetzt in Ausbaugebieten von OXG verfügbar
Telefónica Deutschland baut 5G-Kernnetz mit Ericsson
Europäischer Anbieter für sicherheitsrelevante Infrastruktur
Telefónica Deutschland baut das Kernnetz seiner 5G-Infrastruktur mit dem schwedischen Telekommunikationsausrüster Ericsson. Das Unternehmen setzt »beim besonders sicherheitsrelevanten 5G-Kernnetz« »auf einen europäischen Anbieter«, teilte Telefónica mit.

Telefónica Deutschland baut 5G-Kernnetz mit Ericsson (Bild: Telefónica / Collage: tarif4you.de)
Ziel sei es, das Kernnetzes mit einer eigenständigen Architektur aufzubauen. Telefónica Deutschland will bis zum kommenden Jahr ein eigenständiges 5G-Kernnetz mit vollständiger Cloud-Kompatibilität in seine Infrastruktur implementieren, so das Unternehmen. Damit will es Techniken wie Network Slicing im eigenen 5G-Netz realisieren. Mittels Network Slicing kann Telefónica Deutschland anderen Unternehmen virtuell getrennte und separat abgesicherte Netzinfrastrukturen zur Verfügung stellen, etwa zur Errichtung privater 5G-Netzwerke für Logistik- und Produktionsstandorte.
»Wir haben einen klaren Plan für die Weiterentwicklung unserer Netzinfrastruktur hin zu einem eigenständigen 5G-Netz, das die massiven Datenströme der Zukunft stemmt und neue digitale Geschäftsmodelle für alle unsere Kunden eröffnet«, so Mallik Rao, Chief Technology & Information Officer von Telefónica Deutschland.
Vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung zwischen den USA und China, wird in Europa viel darüber diskutiert, ob chinesische Ausrüster wie Huawei oder ZTE am Aufbau der 5G-Mobilfunknetze beteiligt werden dürfen. Dabei geht es insbesondere um sicherheitskritische Infrastruktur für 5G-Netze.
Das Kernnetz ist der zentralste und sicherheitsrelevanteste Teil eines Mobilfunknetzes. Es besteht aus mehreren Hochleistungsservern und Glasfasertechnologien. Bei Telefónica Deutschland würden hier sämtliche Anwendungen und Daten von den bundesweit über 26.000 Mobilfunkstandorten zusammenlaufen.
»Als Netzbetreiber, der deutschlandweit die meisten Menschen mit Mobilfunk verbindet, kommt uns eine ganz besondere gesellschaftliche Verantwortung für die sichere digitale Vernetzung zu«, sagt Markus Haas, Vorstandsvorsitzender von Telefónica Deutschland.
Sämtliche Komponenten des Kernnetzes werden grundsätzlich vor ihrem Einsatz umfangreich von Telefónica Deutschland getestet, erklärt das unternehmen weiter. Zudem müssen sich nach den Plänen der Bundesregierung künftig alle Hersteller mit ausgewählten Hardwareelementen behördlichen Sicherheitszertifizierungen unterziehen und eine Garantieerklärung über ihre Vertrauenswürdigkeit abgeben. Die genauen Kriterien dafür werden derzeit erarbeitet.
Aktuell setzen alle deutschen Mobilfunkanbieter auf verschiedene Ausrüster in ihren Mobilfunknetzen, insbesondere auch auf Huawei. Das gilt allerdings vor allem für das Funknetz (Radio Access Network) und weniger für das Kernnetz. Ende 2019 wurde berichtet, dass die deutschen Mobilfunknetzbetreiber die Huawei-Technik in ihren Kernnetzen schrittweise ersetzen wollen.
Quelle: u.a. Mitteilung von Telefónica Deutschland