83 Prozent der Deutschen kennen Internet-Telefonie

Studie: Niedrige Kosten und Zusatzfunktionen überzeugen

05. April 2005
Die Internet-Telefonie in Deutschland steht vor dem Durchbruch: Bereits 83 Prozent der Deutschen kennen den neuen Telekommunikationsstandard. Nahezu die Hälfte (44 Prozent) zeigt sich begeistert von den Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie, 14 Prozent wollen «Voice over IP» (VoIP) in den nächsten 12 Monaten nutzen. So lauten die zentralen Ergebnisse der Studie «Voipen - Internet-Telefonie in Deutschland» von Roland Berger Market Research.

Vor allem niedrige Preise locken die Konsumenten zum Internet-Telefon: 77 Prozent lassen sich von günstigen Gesprächen ins klassische Festnetz überzeugen, 75 Prozent durch kostenlose Gespräche im Netz eines Anbieters. Auch Zusatzfunktionen machen das «Voipen» aus Verbrauchersicht attraktiv: 74 Prozent schätzen es besonders, die eigene Internet-Rufnummer weltweit verwenden zu können, 69 Prozent heben hervor, das Telefonieren mit Office-Anwendungen verbinden zu können.

Die hohe Bekanntheit von VoIP lässt sich der Studie zufolge vor allem auf Mund-zu-Mund-Propaganda im Bekanntenkreis (bei 40 Prozent aller Befragten) sowie die Berichterstattung in Fernsehen (25 Prozent) und Printmedien (22 Prozent) zurückführen. Insbesondere die führenden Internet-Service-Provider AOL, T-Online und Arcor kommen aus Sicht der Konsumenten derzeit als Anbieter von Internet-Telefonie in Frage, so die Studie. Allerdings fallen die aktuell beworbenen Serviceprodukte von VoIP-Anbieter noch vergleichsweise wenig auf.

Im Rahmen der Studie befragte Roland Berger Market Research im März 2005 telefonisch 500 repräsentativ ausgewählte Privatpersonen zwischen 16 und 60 Jahren.

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