BITKOM: Deutsche telefonieren weniger im Festnetz

Handys und Internet-Telefone werden immer häufuger genutzt

18. Mai 2009

Die Deutschen telefonieren immer weniger im Festnetz. 2008 hat jeder Deutsche rund 33 Stunden und damit rund 2,5 Prozent weniger gegenüber 2007 über das herkömmliche Festnetz telefoniert, teilte der Hightech-Verband BITKOM auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur mit. Die Summe der im klassischen Festnetz angefallenen Gesprächsminuten ist von 168 Milliarden auf rund 164 Milliarden im vergangenen Jahr gesunken. Für dieses Jahr wird ein etwas stärkerer Rückgang um 3 bis 4 Prozent erwartet. Als Gründe hierfür nennt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Trends zum Handy und zum Telefonieren über das Internet.

Im Festnetz sei eine stetige Verschiebung zu beobachten: Die Zahl der schmalbandigen Anschlüsse (analog und ISDN) nimmt in Deutschland bereits seit einigen Jahren ab, so der Verband. Lag die Summe dieser Anschlüsse 2002 noch bei fast 40 Millionen, waren es 2008 nur noch 35,4 Millionen. Besonders stark war der Rückgang mit fast 5 Prozent im vergangenen Jahr.

Im Gegenzug wächst die Bedeutung von Breitband-Anschlüssen und der Telefonie über das Internet-Protokoll (IP-Telefonie). Im Jahr 2008 telefonierten bereits 3,7 Millionen Haushalte über das Internet-Protokoll. Dazu nutzten 1,5 Millionen die Kabel-TV-Anschlüsse und 2,2 Millionen das so genannte entbündelte DSL. Noch im Vorjahr telefonierten erst 0,8 Millionen Haushalte über das TV-Kabel und 0,7 Millionen Haushalte über einen entbündelten DSL-Anschluss.

Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse lag 2008 bei über 107 Millionen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes telefonierten Anfang 2008 gut 9 Prozent aller deutschen Haushalte ausschließlich per Handy.

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