DSL-Tarife: So führt der Preisvergleich zum besten Preis-Leistungsangebot

Tipps zur Auswahl des passenden Breitband-Angebotes

23. Mai 2017

»Einmal Festnetz und Internet bitte.« »Gerne. Hier erhalten Sie Ihr Produkt.« So einfach ist es heute bei Weitem nicht mehr, den besten DSL-Anbieter zu finden. Der Grund: Die Angebotspalette ist deutlich breiter geworden – das nützt letztlich den Verbrauchern, beschert ihnen aber zunächst einmal Arbeit. Denn nur wer vergleicht, kann Kosten sparen. Wir fassen zusammen, worauf Sie achten sollten.

So funktioniert der Vergleich der Anbieter

Ein Online-Vergleich der DSL-Tarife ist heute einfacher denn je. Für eine erste Auswahl an Anbietern braucht der Verbraucher lediglich auf einem Portal wie Verivox eine Ortsvorwahl und die gewünschte Geschwindigkeit (Bandbreite) angeben und schon wird der Anbietervergleich gestartet. Nun kann es in drei Schritten zum neuen Telefon- und Internet-Anbieter gehen:

  1. Ein Vergleich der Preise, Leistungen und Kostenfaktoren steht nun an. Worauf dabei explizit geachtet werden muss, zeigt die Liste im nächsten Abschnitt des Artikels.
  2. Anschließend wird der Tarif, der für geeignet und passend erachtet wird ausgewählt und ggf. noch an einigen Stellen angepasst.
  3. Mit dem Abschluss wird das Ende der Vertragslaufzeit des teuren Anbieters eingeläutet. Um den Wechsel des Anbieters bzw. die Kündigung kümmert sich in der Regel direkt der neue Anbieter. Etwaige Sofort-Rabatte können an dieser Stelle bereits eingestrichen werden.

Diese Faktoren sollten beim Vergleich bedacht werden

Laptop mit Breitband-Internetzugang
Der Fokus der Anbieter liegt heute auf einer Internet-Flatrate. Das Festnetz wird nur noch selten mit einer Sprach-Flatrate integriert. (Bild: pixabay.com © tranmautritam)

Wer nur auf die monatlichen Gebühren blickt, der kann vergleichsweise einfach die zu bezahlende Rate vergleichen und den günstigsten Anbieter auswählen. Diese Option ist einfach und spart Geld. Ob Verbraucher dabei jedoch die günstigste Option herausfinden, bleibt zu bezweifeln, denn nicht nur der Preis sollte darüber entscheiden, welcher Anbieter die Kommunikation via Telefon und Internet sicherstellt, sondern auch diese Parameter:

Bye, bye, on-top-Variante. Wer lediglich einen regulären Telefonanschluss hat und darauf einen DSL-Tarif aufbauen möchte, der wird kaum fündig. Denn diese Variante wird inzwischen selten bis gar nicht angeboten, da die meisten Anbieter auf Kombi-Pakete setzen. Diese sind meist günstiger und bringen zudem einige zeitgemäßen Zusatzleistungen wie Flatrates und weitere Zusatzdienste mit.

Technische Daten und Kostenfaktoren. In technischer Hinsicht sind der Zugang und die Bandbreite von Bedeutung. Darüber hinaus müssen nicht nur die Einrichtungsgebühr, sondern auch die Kosten für Hardware, Service und Techniker berücksichtigt werden.

Genauer Check von Paketpreisen. Diese sind zwar häufig verlockend günstig, haben aber meist einen versteckten Haken, der sich im begrenzten Datenvolumen zeigt oder in hohen Folgekosten, falls die Datenmenge vom Paketpreis aufgebraucht ist. Wird ein sogenanntes Inklusiv-Volumen ausgewiesen, dann ist Vorsicht geboten, denn das bedeutet: Die Bandbreite wird gedrosselt, sobald das vereinbarte Datenvolumen aufgebraucht ist, wie zum Beispiel beim jüngsten Angebot von 1&1.

Flatrate-Angebote. »Internet First« ist der Trend, der sich beim Blick auf die Vertragsangebote zeigt. Das heißt auch: Während eine Internet-Flatrate stets ausgewiesen ist (und mit der bereits erwähnten Vorsicht ausgewählt werden sollte), ist eine Telefon-Flatrate nicht immer im Grundpreis enthalten.

Verlockende Rabatte. Selbstverständlich winken auch Telefonie- und Internet-Anbieter regelmäßig mit übergroßen Sale-Schildern und versprechen Rabatte und Aktionsangebote. Wer sich dazu verleiten lässt, sich einen Angebotspreis näher anzusehen, der sollte vor allem darauf achten, wann der Rabatt gewährt wird. Häufig ist das nämlich erst im zweiten Vertragsjahr der Fall – wenn der Grundpreis deutlich steigt. Von einem Zeitlimit sollte sich heute keiner mehr beeindrucken oder gar unter Druck setzen lassen. Meist gibt es die Angebote auch nach Ablauf des Countdowns noch zum günstigen Preis.

Das Kleingedruckte. Einige Details können an dieser Stelle in der Kategorie »Kleingedrucktes« zusammengefasst werden. Darunter fällt beispielsweise die Mindestvertragslaufzeit, die sich meist deutlich auf die Tarifkonditionen auswirkt. Auch Regio-Aufschläge müssen einkalkuliert werden, wenn diese beim möglichen Vertragspartner ausgewiesen werden. Diese Aufschläge fallen üblicherweise in den Regionen an, die schlecht ausgebaut sind, oder die nicht zum eigentlichen Einzugsgebiet des Anbieters zählen. Auch Technikergebühren können von dem einen oder anderen Anbieter verhängt werden.

Spezialfall Umzug: Diese Rechte haben Vertragsnehmer bei einem Umzug

Gerade dann, wenn spezielle Herausforderungen anstehen, wie beispielsweise bei einem Umzug, schlagen die Anbieter häufig Profit aus dem Stress der Verbraucher. Deswegen hat die Verbraucherzentrale einige hilfreiche Tipps zusammengestellt, was im Falle eines Umzugs zu beachten ist.

    Da ein Umzug nur selten von heute auf morgen organisiert werden muss, hilft es, sich um Vertragsangelegenheiten rechtzeitig zu kümmern. Dem Anbieter wird der Umzugstermin mitgeteilt. Kann er den Vertrag nicht weiterhin anbieten, darf gekündigt werden.

    Der Anbieter muss auch nach dem Umzug exakt dieselben Vertragskonditionen offerieren, die bereits im Vorfeld gegolten haben. Können nicht dieselben Leistungen erbracht werden (Stichwort: Bandbreite), darf gekündigt werden. Die Vertragslaufzeit läuft einfach weiter.

    Wer bereits weiß, dass der Wohnort nur begrenzt gültig sein wird, kann sich im Vorfeld auf eine kürzere Vertragslaufzeit mit monatlicher Kündigungsfrist einigen. Das kostet zwar monatlich mehr Geld, dafür aber gibt es dann keine Diskussionen, wenn der Vertrag kurzfristig gekündigt wird.

 
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