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Kabelanbieter Pyur erhöht Preise für Bestandskunden
Kleine Summen knapp unter 5 Prozent
Der Berliner Kabelanbieter Pyur erhöht ab April die Preise in den Verträgen über Fernsehen, Internet und Telefon. In Kundenanschreiben von Ende Februar kündigt die Marke von Tele Columbus die Preiserhöhung zum 1. April bzw. 1. Mai 2019 an. Meistens handelt es sich um einen Preisanstieg von etwas weniger als 2 Euro im Monat. Damit kommt auf die Kunden ein Aufpreis von knapp fünf Prozent zu.

Pyur verweise in seinen Schreiben ganz pauschal auf erhöhte Lohn-, Bau- und Energiekosten, so Verbraucherzentrale Sachsen. Damit macht es der Anbieter sich aus Sicht der Verbraucherschützer zu einfach: »Der Anbieter kann nicht so pauschal behaupten, dass sich die genannten Kosten erhöht haben«, so Katja Henschler von der Verbraucherzentrale Sachsen. Vielmehr muss der Anbieter den Kunden auch die konkreten Kostenänderungen transparent machen, da exakt nur diese, entsprechend ihrer anteiligen Auswirkungen auf den konkreten Vertrag, an den Kunden weitergereicht werden dürfen. »Wir haben den Anbieter deshalb angeschrieben und um Aufstellung der Kostenbestandteile, die die Erhöhung rechtfertigen, gebeten. Nur so ist die Preiserhöhung auch nachvollziehbar«, so Henschler.
Betroffenen Verbrauchern rät Henschler gleichermaßen, die Preiserhöhung nicht einfach hinzunehmen. »In einem Anschreiben sollten die Kunden den Anbieter unter Setzung einer Frist von circa zwei Wochen zur Offenlegung der internen Kostensteigerungen auffordern und sich darin die Rückforderung der eventuellen Zuvielzahlung ausdrücklich vorbehalten«, informiert Henschler. Zur Absendung genüge ein einfacher Brief, Fax oder E-Mail, da die Aufforderung nicht an eine Frist gebunden ist.
Quelle: Mitteilung der Verbraucherzentrale Sachsen
