Netzausbau: Telekom, Vodafone und Telefónica mit neuen LTE-Standorten

Neue Mobilfunk-Standorte bei allen drei Netzbetreibern

29. Juli 2019

Die drei deutschen Mobilfunknetzbetreiber haben in den letzten Monaten an ihren Netzen gebaut. So haben Telekom, Vodafone und Telefónica zahlreiche neue Mobilfunk-Standorte bzw. LTE-Sender in ganz Deutschland in Betrieb genommen. Wir fassen den aktuellen Stand der Netzausbau zusammen.

Netzausbau: Telekom, Vodafone und Telefónica mit neuen LTE-Standorten
Netzausbau: Telekom, Vodafone und Telefónica mit neuen LTE-Standorten
(Bilder: Telekom, Telefónica, Vodafone; Collage: tarif4you)

Telekom nimmt 141 neue Mobilfunk-Standorte in Betrieb

Wie die Telekom mitteilt, habe das Unternehmen im Mai und im Juni 141 neue Mobilfunk-Standorte in Betrieb genommen. Diese wurden mit LTE ausgestattet. Darüber hinaus habe die Telekom hunderte weitere Standorte neu mit LTE versorgt oder die LTE-Kapazitäten erweitert.

Spitzenreiter beim Ausbau ist NRW mit 30 neuen Mobilfunk-Standorten. Hier sei in acht Wochen praktisch an jedem zweiten Tag ein Mobilfunk-Standort entstanden, so die Telekom. Gefolgt von Bayern mit 25 Standorten und Hessen und Niedersachsen mit jeweils 12 Standorten.

Die Telekom will die Zahl der Mobilfunk-Standorte in Deutschland von jetzt 29.000 auf 36.000 im Jahr 2021 erhöhen. Durch den LTE-Ausbau in Deutschland will die Telekom Lücken im Mobilfunk schließen und die Bandbreiten erhöhen. Weiterhin soll die Bevölkerungsabdeckung mit LTE im laufenden Jahr auf 98 Prozent wachsen.

Hier stehen die neuen Mobilfunk-Standorte

  • Baden-Württemberg: Bruchsal, Esslingen am Neckar, Freiburg im Breisgau, Karlsruhe (2 Standorte), Neckargemünd, Offenburg (2 Standorte), Reutlingen, Schwetzingen
  • Bayern: Ansbach, Arnbruck, Burkardroth, Buxheim, Deggendorf (2 Standorte), Erlangen, Furth im Wald, Geisenfeld, Gilching, Grafing bei München (2 Standorte), Großkarolinenfeld, Hohenbrunn, Kitzingen, Kößlarn, München, Neukirchen beim Heiligen Blut, Neustadt bei Coburg, Oberaurach, Penzing, Perkam, Viechtach, Walpertskirchen, Weiherhammer
  • Berlin (2 Standorte)
  • Brandenburg: Falkenberg, Grünheide, Rheinsberg
  • Hamburg (3 Standorte)
  • Hessen: Bad Camberg, Friedberg, Grebenstein, Grünberg, Gründau, Gudensberg, Kassel, Kelkheim (Taunus), Marburg, Ronneburg, Schlüchtern, Wildeck
  • Mecklenburg-Vorpommern: Greifswald, Hagenow, Lewitzrand, Ralswiek, Rostock, Schwerin, Warlitz, Warlow
  • Niedersachsen: Bleckede, Dünsen, Gehrden, Isernhagen, Lamspringe, Papenburg (2 Standorte), Rodenberg, Wolfsburg (2 Standorte), Wunstorf (2 Standorte)
  • Nordrhein-Westfalen: Bergheim, Bielefeld, Bochum, Bonn, Brilon, Dortmund (2 Standorte), Duisburg (2 Standorte), Düsseldorf (2 Standorte), Euskirchen, Frechen, Hamm, Hattingen, Holzwickede, Iserlohn, Jüchen, Kerken, Köln, Kranenburg, Lüdenscheid, Münster, Nordkirchen, Remscheid, Schalksmühle, Solingen, Velbert, Witten, Wuppertal
  • Rheinland-Pfalz: Baumholder, Blankenrath, Koblenz (2 Standorte), Mörschied
  • Saarland: Heusweiler, Saarbrücken
  • Sachsen: Burkhardtsdorf, Chemnitz (2 Standorte), Dresden (2 Standorte), Jöhstadt, Leipzig, Wurzen, Zwenkau
  • Sachsen-Anhalt: Barby, Bitterfeld-Wolfen, Halberstadt, Halle (Saale), Hohe Börde, Magdeburg (2 Standorte), Naumburg (Saale)
  • Schleswig-Holstein: Holm, Neumünster, Rellingen
  • Thüringen: Breitenworbis, Erfurt, Heilbad Heiligenstadt, Luisenthal, Obermehler, Zeulenroda-Triebes (2 Standorte)

Vodafone: LTE: 2.700 Bauprojekte seit Jahresbeginn geschafft

Auch bei Vodafone läuft der LTE-Ausbau auf Hochtouren. Wie das Düsseldorfer Unternehmen mitteilt, haben die Technik-Experten von Vodafone seit Jahresbeginn 2.700 LTE-Bauprojekte geschafft und eine Fläche von 8.000 Quadratkilometern erstmals mit LTE versorgt. Damit hätten 1,3 Millionen weitere Menschen Zugang zum LTE-Netz von Vodafone erhalten. Der Netzbetreiber erreiche damit nach eigenen Angaben 94,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit LTE. Bis zum Ende des Geschäftsjahres seien 2.600 weitere LTE-Bauprojekte geplant, schreibt Vodafone weiter.

Zudem hat Vodafone als erster Netzbetreiber in Deutschland das 5G-Handy-Netz gestartet. An 25 Standorten können Kunden mit den entsprechenden Smartphones und Tarifen jetzt 5G nutzen. Im August 2019 will der Düsseldorfer Netzbetreiber die Anzahl der 5G-Stationen in Deutschland verdoppeln. Dann soll 5G an mehr als 50 Standorten verfügbar sein. Dafür nutzt Vodafone schon jetzt verfügbare Frequenzen im 3,5 Gigahertz Bereich.

Telefónica: Ein zusätzlicher LTE-Sender pro Stunde

Telefónica Deutschland hat eine Bilanz für den Mobilfunk-Ausbau in diesem Jahr gezogen. Im bisherigen Jahresverlauf habe das Unternehmen 4.400 neue LTE-Sender in ganz Deutschland in Betrieb genommen. Das entspricht etwa einem zusätzlichen LTE-Sender pro Stunde, der neu im O2 Netz funkt, schreibt Telefónica.

In Groß- und Kleinstädten hat Telefónica Deutschland das eigene LTE-Netz in den vergangenen Monaten weiter verdichtet und bestehende LTE-Standorte um zusätzliche LTE-Kapazitäten aufgerüstet. Der Fokus des LTE-Ausbaus liege aber vor allem auf ländlichen Regionen, die bisher noch nicht mit LTE versorgt sind, so der Anbieter. Der Flächenausbau soll in den kommenden Monaten weiter intensiviert werden.

Gleichzeitig verbessert Telefónica Deutschland gezielt auch die LTE-Versorgung entlang wichtiger Verkehrsinfrastrukturen wie Autobahnen, Bundesstraßen und Zugstrecken. Zuletzt errichtete das Unternehmen unter anderem an der A1 bei Mechernich, der A5 bei Efringen-Kirchen und March, an der A31 bei Velen, der B45 bei Rodgau sowie entlang der ICE-Strecke bei Neuenstein (Kalter-Sand-Tunnel) neue LTE-Stationen.

Insgesamt habe Telefónica Deutschland in den vergangenen zwölf Monaten mehr als 8.000 neue LTE-Sender in Betrieb genommen. Wie das Unternehmen weiter mitteilt, haben sich die durchschnittlichen Datenraten bei O2 Kunden mit LTE Max-Vertrag seitdem um 50 Prozent erhöht – von durchschnittlich 27,0 MBit/s (Q2 2018) auf 39,2 MBit/s (Q2 2019).

Im Juni 2019 hat Telefónica Deutschland unter anderem in den folgenden Landkreisen und Städten bestehende GSM-/UMTS-Stationen um LTE erweitert und damit die LTE-Flächenversorgung verbessert:

Amberg-Sulzbach, Anhalt-Bitterfeld, Ansbach, Aschaffenburg, Augsburg, Bayreuth, Berlin, Bielefeld, Bonn, Braunschweig, Breisgau-Hochschwarzwald, Calw, Cham, Düsseldorf, Dachau, Darmstadt-Dieburg, Deggendorf, Dessau-Roßlau, Diepholz, Dingolfing-Landau, Donau-Ries, Duisburg, Eichstätt, Emsland, Ennepe-Ruhr-Kreis, Enzkreis, Erfurt, Erlangen-Höchstadt, Essen, Fürstenfeldbruck, Frankfurt am Main, Freising, Freyung-Grafenau, Gelsenkirchen, Gifhorn, Göppingen, Grafschaft Bentheim, Hamburg, Hameln-Pyrmont, Hamm, Harburg, Heilbronn, Hersfeld-Rotenburg, Hochsauerlandkreis, Hochtaunuskreis, Hof, Hohenlohekreis, Ingolstadt, Jerichower Land, Karlsruhe, Köln, Konstanz, Krefeld, Kreis Borken, Kreis Düren, Kreis Euskirchen, Kreis Herford, Kreis Lippe, Kreis Mettmann, Kreis Minden-Lübbecke, Kreis Nordfriesland, Kreis Recklinghausen, Kreis Rendsburg-Eckernförde, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Soest, Kreis Stormarn, Kreis Unna, Kreis Viersen, Kreis Wesel, Kulmbach, Lüchow-Dannenberg, Lahn-Dill-Kreis, Landsberg am Lech, Landshut, Leipzig, Lörrach, Ludwigsburg, Ludwigslust-Parchim, Mülheim an der Ruhr, München, Münster, Magdeburg, Main-Kinzig-Kreis, Mainz, Mainz-Bingen, Mannheim, Märkischer Kreis, Merzig-Wadern, Miltenberg, Nürnberg, Nürnberger Land, Neustadt an der Waldnaab, Nienburg/Weser, Nordwestmecklenburg, Northeim, Oberallgäu, Oberhausen, Oberspreewald-Lausitz, Offenbach, Offenbach am Main, Ortenaukreis, Osnabrück, Ostalbkreis, Passau, Peine, Ravensburg, Regen, Region Hannover, Regionalverband Saarbrücken, Rems-Murr-Kreis, Rheingau-Taunus-Kreis, Rhein-Kreis Neuss, Rhein-Neckar-Kreis, Rhein-Pfalz-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rosenheim, Rotenburg (Wümme), Rottweil, Saalekreis, Schaumburg, Schwandorf, Schwarzwald-Baar-Kreis, Sigmaringen, Solingen, Sömmerda, Städteregion Aachen, Stade, Stendal, Tübingen, Tirschenreuth, Traunstein, Trier-Saarburg, Tuttlingen, Unterallgäu, Vechta, Verden, Vorpommern-Greifswald, Würzburg, Weilheim-Schongau, Weimarer Land, Wolfsburg, Worms, Wuppertal, Zollernalbkreis.

Quellen: Mitteilungen von Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland

 
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