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Telekom Branded Calls für mehr Transparenz bei Anrufen
Dienst im Mobilfunknetz soll seriöse von unseriösen Firmenanrufen unterscheiden
Die Telekom will den Schutz vor Betrugsversuchen per Telefon weiter ausbauen. Gleichzeitig sollen seriöse Unternehmen sich von solchen Anrufen abheben können. Denn während die Zahl von Betrugsversuchen per Telefon weiter zunimmt, steigt auch das Misstrauen bei Verbrauchern. Sie gehen bei Anrufen von unbekannten Rufnummern immer öfter nicht mehr ran. Darunter leiden seriöse Firmen, die ihre Kunden dadurch immer schlechter erreichen, erklärt die Telekom. Nun sollen so genannte »Branded Calls« im Mobilfunk-Netz der Deutschen Telekom die Transparenz erhöhen.

Bislang wurden Informationen zu Rufnummern nur im Telefondisplay angezeigt, die bereits als Kontakt auf dem Telefon gespeichert waren. »Branded Calls« lassen den Firmennamen beim Anruf als Text zusätzlich zur Nummer erscheinen und verifizieren dadurch den Anrufer, erklärt die Telekom den neuen Dienst. Die angerufenen Nutzer können somit selbst entscheiden, ob ein berechtigtes Interesse für diesen Anruf vorliegen könnte. Etwa weil die Werkstatt ihren Auftrag erledigt hat oder ein Unternehmen Rückfragen zu Bestellung oder Vertragsverhältnis hat.
Branded Calls sind - wie der im Dezember 2025 gestartete Service Call Check – ein netzinternes Angebot. Dafür müssen weder zusätzliche Apps installiert noch die Zustimmung von Verbrauchern eingeholt werden. Sie funktionieren auf allen am Markt erhältlichen Mobiltelefonen, so die Telekom weiter. Damit Branded Calls in Zukunft in sämtlichen deutschen Netzen sichtbar sein können, arbeitet die Telekom mit den am Markt aktiven Dienstleistern First Orion und Hiya zusammen.
Der neue Dienst ergänzt den Call Check. Bei diesem Dienst wird die Rufnummer des Anrufers mit einer Datenbank abgeglichen. Ist diese Nummer als unseriös oder betrügerisch vermerkt, erscheint ein Warnhinweis auf dem Telefon-Bildschirm: »Vorsicht, möglicher Betrug!« Laut Telekom wurden die Kunden damit seit Mitte Dezember bereits millionenfach vor möglichen Betrugsversuchen gewarnt. Auch diese Warnung hilft den Kunden zu entscheiden, ob sie den Anruf wirklich entgegennehmen möchten. Automatisch abgeblockt wird er nicht und die Rufnummer wird weiterhin angezeigt. Für den Fall, dass jemand nicht gewarnt werden möchte, lässt sich diese Sicherheitsfunktion wieder deaktivieren.
Auch bei SMS will die Telekom den Schutz ausbauen. Zunächst waren Nachrichten mit Links auf schädliche Software im Fokus. Diese werden in Abstimmung mit den Aufsichtsbehörden automatisiert von der so genannten SMS-Firewall analysiert. 2026 gehen diese Analysen einen Schritt weiter. Dabei konzentriert sich die Schutzfunktion nun auch auf die Fälle, wo die Betrüger es auf die Zugangsdaten der Kunden zu den Konten der Netzbetreiber abgesehen haben. Etwa getarnt als Meldung zu einer angeblichen Audionachricht oder ähnlichem. Immer dann, wenn die Betrüger so an sensible Informationen gelangen wollen, dürfen entsprechende SMS gefiltert werden. Technisch geschieht dies im Mobilfunknetz der Telekom entlang von erkannten Mustern und dem rechnerischen Wert der Nachricht. Der eigentliche Inhalt, die sogenannte semantische Bedeutung, wird nicht gelesen, erklärt das Unternehmen.
Quelle: Mitteilung der Deutschen Telekom