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o2: Vorerst keine bessere Sprachqualität im UMTS-Netz
Telefónica plant keinen Start von HD Voice

Mit HD Voice soll der Ton bei Telefongesprächen über Mobilfunk klarer und natürlicher werden. Vor einigen Tagen hat E-Plus HD Voice gestartet. Vodafone hat sein Netz bereits 2013 für das bessere Sprachqualität aufgerüstet. Und auch die Telekom bietet HD Voice seit längerem an. Bleibt die Frage, was der vierte Netzbetreiber - Telefónica / o2 - macht. Diese Frage bzw. einen Vorschlag hat auch ein Nutzer im Telefónica Forum geschrieben, bereits im vergangenen Jahr. Nun hat sich der Mobilfunkanbieter zu diesem Thema gemeldet. Ein Moderator beantwortet die Forum-Frage mit einem klaren Satz: »HD Voice im UMTS Netz ist kurz- bis mittelfristig nicht angedacht«. Damit verzichtet o2 als einziger deutscher Mobilfunknetzbetreiber auf HD Voice in seinem Netz. Oder anders ausgedrückt: Kunden im o2 Netz müssen weiter mit der bisherigen Sprachqualität telefonieren, während die Nutzer in anderen deutschen (UMTS-)Netzen mit entsprechenden Smartphones bereits mit besserer Tonqualität telefonieren können.
Hintergrund zu HD Voice
Bei HD Voice wird Adaptive Multirate Codec / Wide-Band (kurz: AMR-WB) eingesetzt. Dieser nutzt einen erweiterten Frequenzbereich für die Übertragung von Sprache. Dadurch wird der Klang klarer und die Sprache verständlicher. Weiterhin wird der Übertragungsstandard G.722 verwendet, welcher auch bei Internet-Telefonie (Voice over IP) genutzt wird. Voraussetzung für HD Voice ist, dass beide Geräte, in diesem Fall beide Handys oder Smartphones, HD Voice also die entsprechenden Codecs unterstützen. Das erste Gerät mit HD Voice war Apple iPhone 5 im Jahr 2012; inzwischen gibt es über 250 Geräte, die HD-Voice unterstützen. Auch im Festnetz ist HD-Telefonie möglich. Die entsprechende Erweiterung des DECT-Standards ist unter Bezeichnung CAT-iq bekannt.