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NetCologne startet Pilotphase mit G.fast
Glasfaseranschlüsse mit bis zu 1 GBit/s im Live-Test
Der Kölner Regionalanbieter NetCologne bereitet die Einführung der neuen G.fast-Technologie in seinem Netz vor. Im Labor wurden bereits Übertragungsgeschwindigkeiten von 1 Gigabit pro Sekunde getestet, erklärte das Unternehmen. Nun sollen in einer Pilotphase die ersten Live-Schaltungen unter realen Bedingungen getestet werden.

Gemeinsam mit dem chinesischen Technologiekonzern ZTE wurde in den letzten Monaten intensiv an der Entwicklung eines neuen Gerätetypus gearbeitet, der die Anforderungen von G.fast erfüllt. Der neue G.fast-DSLAM, der zukünftig als Übergabepunkt in den Kellern der Gebäude installiert wird, nutzt im Vergleich zum bisherigen FttB-DSLAM ein deutlich größeres Frequenzspektrum. Dadurch kann die Übertragungsrate perspektivisch um den Faktor 10 auf bis zu 1 GBit/s erhöht werden, erklärt NetCologne.
Testphase im Live-Betrieb
Im Rahmen der Pilotphase werden sämtliche Geschwindigkeitsprofile bis 1 GBit/s über die Anschlüsse mit unterschiedlichen Kundenendgeräten getestet. Bei der Datenübertragung wird dabei aktuell das Frequenzspektrum ab 2,2 MHz genutzt, sodass der Übertragungsbereich von ADSL ausgespart wird. Die Live-Tests mit der ersten G.fast Chip Generation von ZTE nutzen zurzeit das Frequenzband bis 106 MHz. Sobald die Entwicklung der neuesten Chip Generation abgeschlossen ist, soll das Frequenzspektrum nochmals verdoppelt und auf 212 MHz erhöht werden.
Voraussetzung für G.fast
Die G.fast-Technologie soll im NetCologne-Netz im Laufe des Jahres bereits an 260.000 Haushalten verfügbar sein. Die Voraussetzung hierfür ist, dass das jeweilige Gebäude über einen Glasfaserdirektanschluss (FttB = Fibre to the Building) von NetCologne verfügt. Ein weiterer Ausbau des G.fast-Netzes sei perspektivisch geplant.
