1&1 und M-net kooperieren bei Glasfaseranschlüssen

Unternehmen schalten ihre Open Access Plattformen zusammen

27. Juni 2017

1&1 wird künftig auch in München, Augsburg und Erlangen Glasfaser-Internetanschlüsse anbieten. Möglich wird das durch eine Kooperation mit dem regionalen Telekommunikationsanbieter M-net. Die beiden Unternehmen haben ihre Open Access Plattformen zusammengeschaltet, wir 1&1 und M-net am Dienstag mitteilten. Dadurch erhält 1&1 künftig Zugang zu der Glasfaser-Infrastruktur, die M-net in den vergangenen Jahren in Bayern aufgebaut hat.

1&1 und M-net kooperieren bie Glasfaseranschlüssen

Dank der Kooperation können 1&1 Kunden in München und allen anderen Gebieten, in denen M-net über FTTB/H-Netze verfügt, Glasfaseranschlüsse mit sehr hohen Down- und Upload-Raten nutzen. Bei FTTB-Netzen reichen die Glasfasern bis in die Gebäudekeller (Fiber to the Building), bei FTTH sogar bis in die einzelnen Wohnungen (Fiber to the Home).

Allein in München habe M-net bereits über 390.000 Haushalte mit Glasfaseranschlüssen erschlossen, erklärt Dorit Bode, die Sprecherin der M-net Geschäftsführung. In den kommenden vier Jahren will das Unternehmen mindestens weitere 230.000 Privathaushalte und Gewerbeobjekte über Glasfaserleitungen, die bis in die Gebäude hinein reichen, versorgen können.

»Die Kooperation hilft uns, unser Netz noch besser auszulasten und den Glasfaserausbau in Bayern auch weiterhin als treibende Kraft mitzugestalten. Auf der anderen Seite hilft sie 1&1, bessere Produkte für Endkunden anzubieten«“, so die Unternehmenssprecherin.

In ihren Mitteilungen sprechen die beiden Unternehmen davon, dass die Glasfaser-Anschlüsse an Privatkunden von 1&1 angeboten werden. Bisher bietet 1&1 diese jedoch nur ihren Geschäftskunden an.

Mit dem Telekommunikationsanbieter M-net hat 1&1 einen weiteren Kooperationspartner für die Nutzung seiner Open-Access-Plattform gewinnen können. Diese Plattform ist im Sommer 2016 gestartet, mit wilhelm.tel aus Norderstedt in Schleswig-Holstein als ersten Partner. Die von 1&1 entwickelte Aggregator-Plattform ist nach dem Open Access-Modell aufgebaut. So ist es möglich, bestehende Glasfaser-Hausanschlüsse über eine standardisierte Schnittstelle (S/PRI 4.0) an die eigene Infrastruktur anzubinden und zu vermarkten. Realisiert wird die Plattform über das auf lokaler Ebene weit verzweigte Glasfasernetz von M-net und das Glasfasernetz von 1&1 Versatel, dem mit rund 42.000 Kilometern Länge zweitgrößten Glasfasernetz in Deutschland.

Bild: 1&1, Colllage: tarif4you

 
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