┬«Missbrauchsbek├Ąmpfung bei Dialern hat sich bew├Ąhrt┬»

VATM zieht Bilanz zum Mehrwertdienstegesetz

18. August 2004
Das «Gesetz zur Bek├Ąmpfung des Missbrauchs von 0190/0900 Mehrwertdiensterufnummern» (Mehrwertdienstegesetz), das vor einem Jahr am 15. August 2003 in Kraft getreten ist, hat sich nach Einsch├Ątzung des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrtwertdiensten (VATM) weitgehend bew├Ąhrt. Mit dem Gesetz reagierte die Bundesregierung auf Aktivit├Ąten einiger weniger unseri├Âser Anbieter, die mit betr├╝gerischen Machenschaften (Dialer-Problematik) potenzielle Kunden verunsicherten und so den gesamten Mehrwertdienstesektor in Verruf zu bringen drohten.

F├╝r J├╝rgen Gr├╝tzner, Gesch├Ąftsf├╝hrer des VATM, der von Beginn an in enger Zusammenarbeit mit der Freiwilligen Selbstkontrolle Telefonmehrwertdienste FST e.V. den Gesetzgebungsprozess mit praxisorientierten Empfehlungen unterst├╝tzte, ist «das Mehrwertdienstegesetz im Hinblick auf die Dialer-Problematik ein Beispiel daf├╝r, dass ein fairer Ausgleich zwischen den Anforderungen des Verbraucherschutzes und den wirtschaftlichen Interessen der Anbieter erreicht werden kann». Denn die diesbez├╝glich im Mehrwertdienstegesetz verankerten Ma├čnahmen zeigen nach einem Jahr Anwendung bereits deutlich positive Wirkung. So haben beispielsweise die Ver├Âffentlichung einer Black List ├╝ber eingeleitete Ma├čnahmen bei Verst├Â├čen gegen das Mehrwertdienstegesetz und Rufnummernmissbrauch durch die Regulierungsbeh├Ârde sowie die Preisangabepflicht der Anbieter bei der Bewerbung der Dienste zu mehr Transparenz f├╝r den Verbraucher gef├╝hrt. Ein ├╝briges tut der gesetzlich festgelegte Auskunftsanspruch des Verbrauchers ├╝ber Namen und Anschrift von Anbietern von 0190er Diensten, im Zuge dessen eine Datenbank f├╝r 0900er Rufnummern eingef├╝hrt wurde, sowie eine Beschr├Ąnkung der Dialer auf eine bestimmte Rufnummerngasse, um die Sicherheit der Kunden vor «schwarzen Schafen» zu erh├Âhen.

Als weiterhin wesentliche Aufgabe betrachtet J├╝rgen Gr├╝tzner vor allem die Missbrauchspr├Ąvention und die kontinuierliche Aufkl├Ąrung des Verbrauchers. «Denn», so der VATM-Gesch├Ąftsf├╝hrer, «nur ein informierter, aufmerksamer und verst├Ąndiger Verbraucher ist in der Lage, Betrugsversuche zu erkennen und m├Âglichen Schaden fr├╝hzeitig abzuwenden». Außerdem müssten die Unternehmen selbst mit transparenter Preis- und Produktpolitik f├╝r die Vertrauensbildung beim Kunden sorgen.

Umfangreiche neue Gesetzesregelungen sind aus Sicht des VATM nicht notwendig. Entscheidend ist, dass die Einhaltung der vorhandenen Gesetze regelm├Ą├čig kontrolliert und festgestellte Verst├Â├če zeitnah und effizient durch die Regulierungsbeh├Ârde abgestellt werden.

Lesen Sie unsere News auch als RSS-Feed

 
+++ Anzeige +++