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WLAN-Geräten droht EU-weites Verkaufsverbot
Fehlende Normen gefährdern den Markt
Viele WLAN-fähige Geräte, wie Router, Smartphones, Navigationssysteme und weitere Geräte, dürfen ab Juni nicht mehr verkauft werden. Grund dafür ist eine auslaufende EU-Richtlinie. Laut einem Bericht in der Welt habe die Kommission in Brüssel es »schlicht versäumt, rechtzeitig neue Normen ausarbeiten zu lassen«. Betroffen sind Produkte, die Funksignale senden und empfangen können.
Die Richtlinie 2014/53/EU regelt genau, welche Eigenschaften Geräte haben müssen, die Funkwellen empfangen oder senden können. Die so genannte »Radio Equipment Directive« (RED) wurde bereits 2014 verabschiedet und gilt formell seit dem Juni 2016. Allerdings wurde auch eine Übergangsfrist festgelegt, damit die in der Zwischenzeit in Verkehr gebrachte Produkte durch die Umstellung nicht behindert werden. Diese Frist endet am 13. Juni 2017. Dann müssen alle betroffenen Produkte die Vorgaben der neuen Normen einhalten. Allerdings: Diese Normen existieren de facto noch nicht.
Die so genannte harmonisierte Europäische Normen (hEN) werden von der europäischen Normungsorganisation ETSI verabschiedet und legen fest, wie genau beispielsweise ein Smartphone oder ein Navigationsgerät gebaut sein muss, damit es der Richtlinie entspricht. Die Normungsorganisation hängt allerdings mit der Formulierung der Normen um Monate hinter dem Zeitplan hinterher. Bislang sei nur eine Handvoll dieser neuen Normen veröffentlicht, so die Welt. Einige relevante Baunormen fehlen gänzlich. So soll zum Beispiel die Baunorm für 5-GHz-WLAN-Geräte etwa frühestens im Herbst dieses Jahres finalisiert werden.
Die Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) hat laut welt.de in einem Schreiben an Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska gewarnt, dass nach Ablauf der Übergangsfrist zahllose neue Produkte aufgrund fehlender Zulassungsnormen nicht auf den Markt gebracht werden können. Und auch alte »Produkte von Tausenden europäischer Hersteller können nicht mehr verkauft und müssten vom Markt genommen werden«.
»[Es] drohen nicht nur volkswirtschaftliche Schäden in allen Mitgliedsstaaten und bei zahllosen Unternehmen, sondern auch Gefährdungen für die Arbeitsplätze in der Elektro- und Elektronikindustrie sowie im Handel«, schreibt Zypries.
Ein Lösung könnte sein, die Übergangsfrist für die alten Normen noch einmal zu verlängern oder neue, bereits fertiggestellte Normen befristet in Kraft zu setzen. Damit sollte ein »Chaos« auf dem Markt für Elektronikprodukte in der EU vermieden werden können.
Quelle: welt.de