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Telekom startet Glasfaser-Ausbau im Landkreis Bautzen
Bis zu 1 GBit/s für fast 56.000 Haushalte und Unternehmen
Wie die Deutsche Telekom am Montag mitteilt, sollen fast 56.000 Haushalte und Betriebe in 55 Kommunen im Landkreis Bautzen einen Glasfaser Anschluss erhalten. Damit sollen Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (GBit/s) im Download möglich sein.

Telekom startet Glasfaser-Ausbau im Landkreis Bautzen (Bild: Deutsche Telekom)
Den Startschuss für das Projekt gaben am heutigen Montag gemeinsam der Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, Michael Kretschmer, der Landrat des Landkreises Bautzen, Michael Harig, und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom AG, Timotheus Höttges. In den kommenden Monaten will die Telekom rund 4.000 Kilometer Glasfaser verlegen, dafür 1.500 Kilometer Tiefbau durchführen und über 1.100 neue Glasfaser-Verteiler aufstellen. Die neuen Anschlüsse sollen ab Ende 2020 verfügbar sein.
Laut Telekom Chef Timotheus Höttges handelt es sich hierbei um das größte Einzelprojekt dieser Art in Deutschland. Das Unternehmen habe jedoch auch andere ähnlich große Projekte auch im Landkreis Vorpommern-Rügen und im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt gewonnen.
Landrat Michael Harig macht deutlich, worauf es in den kommenden Monaten ankommt: »Den Bürgerinnen und Bürgern machen wir damit in punkto Telekommunikation das beste Angebot. Entscheidend ist, dass alle Gebäude- und Wohnungseigentümer im Ausbaugebiet von diesem Angebot Gebrauch machen und an diesem Projekt teilnehmen«.
Zur Technik und zum Zeitplan
Mit dem heutigen Baustart sind die Planungen erledigt und nun beginnt der Aufbau der Übertragungstechnik in den Netzverteilern am Straßenrand und in den Vermittlungsstellen. Danach erfolgt die Einbindung der neuen Leitungen und Anschlüsse in das Gesamtnetz der Telekom, erklärt das Unternehmen den Ablauf. In der zweiten Jahreshälfte 2019 sollen die ersten Kunden ihre neuen Anschlüsse nutzen können. Allerdings ist der Umfang der Tiefbauarbeiten so groß, dass diese im gesamten Ausbaugebiet noch bis Jahresende 2020 dauern sollen.
Beim Ausbau wird die Glasfaser-Leitung bis ins Haus verlegt, die Signale werden durchgehend optisch übertragen. Kupferkabel mit elektrischer Signalübertragung gibt es in diesem Netz nicht mehr. Dabei werden Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gigabit pro Sekunde beim Herunterladen und 500 Megabit pro Sekunde beim Heraufladen angeboten.
Interessierte Kunden können sich auf www.telekom.de/schneller für die neuen Anschlüsse registrieren und erhalten eine Nachricht, sobald diese gebucht werden können. Denn Bürgerinnen und Bürger, die das schnellere Internet nutzen wollen, müssen neue Verträge abschließen oder bereits bestehende anpassen. Hauseigentümer, deren Immobilie im Ausbaugebiet liegt, haben bereits eine Einverständniserklärung zur kostenlosen Anbindung an das Glasfasernetz zugeschickt bekommen.