Telekom: 2000 neue Mobilfunkstandorte für 2019 geplant

Ausbau-Pläne für Mobilfunk und Festnetz

24. Januar 2019

Die Deutsche Telekom hat in diesem Jahr einiges vor. Das Unternehmen hat die Pläne für den Ausbau seines Mobilfunknetzes und des Glasfaser-Netzes bekannt gegeben. Im Mobilfunk sind für dieses Jahr rund 2.000 neue Standorte geplant. Außerdem will die Telekom rund 60.000 Kilometer Glasfaserkabel verlegen, um so mehr schnelle Festnetz-Anschlüsse anbieten zu können.

Telekom baut Netze 2019 weiter aus
Telekom baut Netze 2019 weiter aus (Bild: Deutsche Telekom)

2.000 neue Mobilfunkstandorte

Im Jahr 2019 will die Telekom ihr Mobilfunknetz in Deutschland erweitern. Ziel sei es, das Netz zu verdichten und die Kapazität zu erweitern. Rund 2.000 neue Mobilfunkstandorte seien in diesem Jahr geplant, so das Unternehmen. Vor allem entlang der Autobahnen und Zugstrecken werden die Verbindungen weiter ausgebaut, kündigte die Telekom an. Ein weiterer Schwerpunkt des Ausbaus soll im ländlichen Raum liegen: Rund die Hälfte der neu geplanten Masten werden in ländlichen Gebieten gebaut.

Besonders profitieren sollen Kunden in Bayern mit über 300 Standorten sowie Kunden in Baden-Württemberg und NRW mit jeweils über 250 Standorten. In Bayern und Nordrhein-Westfalen wurden in den vergangenen Jahren Mobilfunkpakte mit den Landesregierungen unterzeichnet. In Baden-Württemberg hat die Telekom Mitte 2018 mit der Region Stuttgart ein umfassendes Digitalisierungsprojekt erarbeitet.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, soll auch einen besseren Mobilfunkempfang bekommen. Gleich zu Jahresbeginn will die Telekom zum Beispiel der Empfang auf der A3 am Elsterberg und auch auf der A27 nahe Hamwiede bei Bremen verbessern. Das Unternehmen will sein Mobilfunknetz bis Ende 2019 an allen deutschen Autobahnen entlang vollständig und lückenlos mit Sprachdiensten abdecken. Der weitere Ausbau entlang der Schiene beginnt 2019 zum Beispiel mit zwei neuen Standorten bei Hamm für die Bahnstrecke zwischen Dortmund und Hannover.

Small Cells für mehr Netz-Kapazität

Mit »Small Cells«, also kleineren »Verstärker-Antennen«, will die Telekom zudem die Netzkapazität seines Mobilfunknetzes ausbauen. Im Fokus des Ausbaus stehen Großstädte wie Hamburg, Berlin und München. Als Standorte von Small Cells dienen oft öffentliche Telefone. Den Start in diesem Jahr macht im Januar ein öffentliches Telefon mit einer Small Cell in der Düsseldorfer Altstadt. Zusätzlich sollen in diesem Jahr Laternenmaste und Stadtmöbel als alternative Installationsoptionen in Pilot-Projekten getestet werden. Laut der Telekom funkt bereits in Bad Honnef die erste Small Cell an einem Laternenmast.

Mobilfunkstandard 5G

Das LTE-Netz ist auch die Basis für das kommende 5G Netz. Derzeit testet die Telekom noch die ersten 5G Antennen unter realen Bedingungen. Mehr als 50 5G-Antennen sind ins Telekom-Netz integriert und funken schon heute in Berlin. Zusätzliche 5G Testfelder will die Telekom 2019 in weiteren deutschen Städten errichten. Den Anfang soll im ersten Quartal Darmstadt machen. Weitere Tests im industriellen Umfeld laufen bereits im im Hamburger Hafen. Im Frühjahr sollen Frequenzen für das 5G Netz versteigert werden. Für die Auktion gelten strengen Auflagen, was den Ausbau des Mobilfunknetzes angeht.

60.000 neue Kilometer Glasfaser geplant

Auch im Festnetz-Bereich will die Telekom das Netz weiter ausbauen. Das Unternehmen plant den eigenen Angaben zufolge eine Erweiterung des Glasfaser-Netzes um bis zu 60.000 Kilometer. Damit sollen weitere Millionen von Haushalten »eine zeitgemäße und adäquate Breitbandanbindung« erhalten. Allerdings verlegt die Telekom dabei meistens nur Glasfaser bis zur Verteilkästen auf dem Bürgersteig, was auch als »Fiber to the Curb« (FTTC) bezeichnet wird. Ab dem Verteilerkasten werden die Kunden über das bestehende Kupferkabel mit hilfe von VDSL-Vectoring angeschlossen.

Insgesamt sollen von diesen Ausbauschritten Kunden nicht nur in Großstädten und Ballungsgebieten sondern auch insbesondere in ländlichen Gebieten profitieren. Die Telekom gibt regelmäßig bekannt, wenn neue Gebiete ausgebaut wurden. Ziel sei es auch, die Geschwindigkeit der bestehenden Anschlüsse weiter zu erhöhen, so die Telekom. In diesem Jahr will das Unternehmen rund fünf Millionen Haushalte von unter 50 MBit/s auf über 50 MBit/s modernisieren.

Der Glasfaserausbau bis ins Haus (FTTH, Fibre to the Home) ist 2019 zum Beispiel bereits in Bautzen für circa 61.000 Haushalte, im Märkischen Kreis für etwa 47.000 Haushalte oder in der Region Nordsachsen mit rund 45.000 Haushalten vorgesehen. Auch in und um Stuttgart sollen die ersten 30.000 Haushalte mit Glasfaser angebunden werden. Erste Spatenstiche seien hier für das zweite Quartal geplant, so die Telekom.

Ein besonderer Schwerpunkt bleibt der Ausbau von Gewerbegebieten. 140 Gewerbegebiete habe die Telekom 2018 vorvermarktet; der Ausbau der Glasfaseranschlüsse startet in diesen Gebieten in diesem Jahr. Das erste Gewerbegebiet, das die Telekom in 2019 fertigstellen will, liegt in Egelsbach bei Frankfurt.

Quelle: Mitteilung der Deutschen Telekom

 
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