Digital Subscriber Line (DSL)

DSL ist eine Abkürzung und steht für »Digital Subscriber Line«, zu Deutsch: Digitale Teilnehmer­anschlussleitung. Der Begriff vereint eine Reihe von Übertragungsstandards, mit denen Daten mit hohen Übertragungsraten über hekömmliche Kupferleitungen gesendet und empfangen werden können.

Die Technik ermöglicht es, die Datenübertragung über herkömmliche Telefonleitungen zu beschleunigen und wird für den schnellen Internetzugang, auch Breitband-Internetzugang genannt, genutzt. Herkömmliche (analoge) Telefonie und ISDN-Dienste sowie der analoge Internet-Zugang nutzen die gleiche Leitung, allerdings auf anderen Frequenzen. Damit können analoge Telefone ungestört parallel mit DSL an einem Anschluss genutzt werden. DSL nutzt zudem einen deutlichen größeren Frequenzbereich, was auch höhere Übertragungsraten ermöglicht.

So kommt das schnelle Internet nach Hause

Die DSL-Technik sorgt für die Kommunikation zwischen einem DSL-Modem zuhause und einem entsprechenden Gegenstück in der Vermittlungsstelle des Anschlussanbieters, einem DSLAM. Nachfolgende Grafik zeigt die dabei verwendeten Technik-Komponenten:

So kommt das schnelle Internet nach Hause
So kommt das schnelle Internet nach Hause (Bild: Deutsche Telekom)

Vermittlungsstellen (1) bündeln die Informationen aus dem Telefonnetz und aus dem Internet, um sie zu den Kabelverzweigern, den grauen Schaltkasten am Gehwegrand, zu schicken. Die Kabelverzweiger (2) wandeln die Signale aus der Vermittlungsstelle in DSL-Signale für alle angeschlossenen Kunden um. Anschließend fließen sie über die so genannte »letzte Meile« (3), das heißt über eine Kupferleitung, zum Hausanschluss. Im Haus trennt ein Splitter (4) die eintreffenden Signale wiederum in Sprache und Daten. Das Modem im DSL-Router (5) übersetzt den Datenstrom schließlich so, dass der Computer ihn »lesen« kann.

Bei den IP-basierten Anschlüssen, wie zum Beispiel All-IP-Anschlüssen der Deutschen Telekom, entfällt der Splitter. Hier werden alle Verbindungen zum Telefonieren, Surfen, Faxen oder Fernsehen über das Internet aufgebaut. Telefone werden dabei an einen für IP-Anschlüsse geeigneten Router angeschlossen.

DSL-Varianten: ADSL, SDSL, VDSL

Hinter der Bezeichnung DSL verbirgt sich eine ganze Reihe von Technologien, die unter dem Sammel­begriff xDSL zusammengefasst werden. In Deutschland werden Anschlüsse für Privatkunden vor allem als Asymmetrisches DSL (ADSL) angeboten. Generell sind dabei bis zu 25 MBit/s im Download und bis zu 3,5 MBit/s im Upload möglich. In Deutschland werden ADSL/ADSL2+ Anschlüsse mit maximal 16 MBit/s im Down- und 1.125 kBit/s im Upload angeboten.

Seit 2006 können hierzulande auch »Very high bit rate DSL« (VDSL) Anschlüsse bestellt werden, mit denen Privatkunden mit bis zu 25 MBit/s oder 50 MBit/s (Download) im Internet unterwegs sind. Diese schnellen Anschlüsse sind insbesondere interessant, wenn Sie oft Video-Dienste nutzen und Filme und Videos in hoher Qualität (HD) über das Internet anschauen möchten. Mit VDSL-Vectoring Technologie sind auch Anschlüsse mit bis zu 100 MBit/s im Download möglich.

Eher für Geschäftskunden interessant sind Single Line DSL, auch Symmetrisches DSL (SDSL) genannte Anschlüsse. Der Vorteil hier liegt bei hohen Übertragungsgeschwindigkeit beim Versenden der Daten (Upload). Solche Anschlüsse können vor allem dann interessant sein, wenn Sie Webseiten selbst hosten möchten oder öffter größere Datenmengen versenden müssen.

Zu beachten ist, dass nicht jede Telefonleitung DSL-fähig ist. Ein DSL-Anschluss kann nur einem Telefonanschluss geschaltet werden, welches durchgängig über Kupfer-Teilnehmeranschlussleitungen mit Vermittlungsstelle verbunden ist. Insbesondere beeinträchtigen die im Osten der Bundesrepublik verlegte Glasfaser-Kabel (OPAL) die Instllation von DSL.

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