Deutsche Mobilfunkkunden zeigen wenig Loyalität

Viele Kunden würden bei günstigeren Angeboten wechseln

19. Januar 2004
Deutsche Mobilfunkkunden sind wechselwillig. Drei von vier Kunden wollen ihren Mobilfunkvertrag kündigen, wenn sie ein günstigeres Angebot finden. Bei Prepaid-Kunden würden sogar vier von fünf Nutzern bei günstigeren Angeboten den Tarif wechseln, 41 Prozent sogar ein festes Vertragsverhältnis mit einem Netzbetreiber oder Provider eingehen. Dies sind die Ergebnisse einer aktuellen Internet-Trendumfrage der Mummert Consulting AG und des Spezialisten für Umfrage- und Beschwerdemanagement-Software Inworks, an der 978 Personen teilgenommen haben.

Auch interessant sind die Ergebnisse der Studie «Branchenkompass 2003 Telekommunikation» der Mummert Consulting AG und des F.A.Z.-Instituts. Demnach sind mittlerweile mehr als 70 Prozent der Bevölkerung mobil erreichbar und setzen durchschnittlich 26 Euro monatlich mit ihrem Handy um. Doch um UMTS für Netzbetreiber rentabel zu machen, müssen in Zukunft durchschnittlich rund 50 Euro auf jeder Rechnung stehen. Die Lösung sollen mobile Datendienste sein.

Jeder vierte Kunde wünscht sich ortsabhängige Dienste (Location-based Services), die beispielsweise wie ein Navigationssystem das nächstgelegene Restaurant und den schnellsten Weg dorthin anzeigen. Auch mit aktuellen Nachrichten wollen die Mobilfunknutzer künftig versorgt werden: Rund 19 Prozent der Befragten würden diese Dienste gerne in Zukunft nutzen. Auf dem dritten Platz im Ranking der Kundenwünsche steht mobiles Internet mit knapp 17 Prozent. Kaum Interesse hingegen finden Entertainment-Services wie beispielsweise Spiele. Entgegen den Planungen der Anbieter wollen diese nur weniger als drei Prozent der Befragten nutzen.

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