Neue Betrügereien durch dubiose Adressverlage

DeTeMedien warnt vor neuen unseriösen Angeboten

07. Dezember 2004
Erneut tarnen sich unseriöse Firmen als DasTelefonbuch oder GelbeSeiten und kassieren für vermeintlich kostenlose Einträge bis zu 1.000 Euro. Bundesweit sind wieder zahlreiche Fälle so genannten Offertenschwindels bekannt geworden.

Die DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, warnt aktuell vor Anschreiben des Anbieters Onlinebranchenbuch.com (OBB) mit Sitz im baden-württembergischen Laichingen. Als örtliches «Branchenbuch» hat die OBB in den zurückliegenden Wochen zahlreiche Unternehmen in größeren deutschen Städten wie München oder Hannover angeschrieben, so DeTeMedien. Inhalt war jedes mal der vermeintliche Korrekturabzug eines Standard-Business-Eintrages» auf der Website der OBB. Erst im Kleingeruckten ist die Rede von einer Jahresgebühr in Höhe von 936 Euro.

Gerade über dieses Kleingedruckte sind viele arglose Unternehmen gestolpert. DeTeMedien-Geschäftsführer Stephan Schmitt spricht von einer tückischen Falle: «Nicht nur, dass das Anschreiben in den Farben von GelbeSeiten gehalten ist, der Begriff Standard-Eintrag erweckt auch den Eindruck, es handele sich um ein kostenloses Angebot». Auch irreführende Namen wie «Regionales Branchen-Register» oder «Branchen Telefonbuch» sind bei DeTeMedien bekannt.

Als Anbieter von Telefonbüchern oder GelbeSeiten getarnt, bitten diese dubiosen Firmen immer wieder um die scheinbar kostenlose Aktualisierung eines Eintrages und präsentieren ihren Opfern hinterher horrende Rechnungen von bis zu 1.000 Euro. Oft genug wird das Anschreiben bewusst in den Farben von DasTelefonbuch, GelbeSeiten oder DasÖrtliche gestaltet. Viele dieser Firmen geben sich zudem Namen, die schnell mit DeTeMedien verwechselt werden können, zum Beispiel DeInMedien oder DeNetMedia.

Die Telekom-Tochter kämpfe im Interesse der Geschädigten vehement gegen die Abzocker, die hierzulande jedes Jahr Schaden in Millionenhöhe anrichteten: «Im Interesse unserer Kunden setzen wir alles daran, derartigen Schwindlern das Handwerk zu legen», so der DeTeMedien-Geschäftsführer. DeTeMedien hat nach eigenen Angaben inzwischen rechtliche Schritte gegen Onlinebranchenbuch.com eingeleitet.

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