Telefónica Germany und Telekom vereinbaren Netzkooperation

o2 UMTS- und LTE-Standorte werden an Telekom-Glasfaser-Netz angeschlossen

12. Januar 2012

Telefónica Germany wird in Zukunft Teile der Telekom-Netzinfrastruktur nutzen. Wie die beiden Unternehmen am donnerstags mitteilen, wurde dafür eine langfristige Vereinbarung unterzeichnet. Demnach bindet die Telekom in den kommenden Jahren bis zu 2.000 Mobilfunkstandorte von Telefónica über Glasfaser an. Das o2 Mobilfunknetz kann damit die Daten noch schneller und mit höherer Kapazität übertragen.

Durch die Nutzung von Mietleitungen der Telekom will Telefónica Germany ab dem 2. Quartal 2012 erste Mobilfunkstandorte über schnelle Datenübertragungswege an ihr Kernnetz anbinden. So kann Telefónica Germany in den nächsten Jahren an UMTS- und LTE-Standorten die Übertragungsraten erhöhen. Die Daten der UMTS und LTE Stationen werden an bundesweit verteilten Aggregationspunkten in die Netzinfrastruktur der Telekom übergeben und von dieser schneller und mit höherer Kapazität in das o2 Kernnetz übertragen.

Niek Jan van Damme, Telekom-Vorstand für das Deutschlandgeschäft erklärt: »Um beim Breitbandausbau Synergien nutzen zu können, müssen die Netzbetreiber zusammenarbeiten.« In ihrem Blog erklärt die Telekom die Gründe für die Zusammenarbeit etwas genauer: »Der Breitbandausbau ist verdammt teuer. Diese Zusammenarbeit gibt uns die Möglichkeit, einen Teil der Kosten, die wir für den Breitbandausbau aufwenden, wieder reinzuholen, weil die Standorte zu einem großen Teil nahe beieinander liegen oder sogar identisch sind«, heißt es dort. »Hinzu kommt: Wenn wir das Geschäft nicht machen, tut es ein anderer.« auch die Telefónica profitiert von der Zusammenarbeit: »Die Vereinbarung mit der Telekom gibt uns die Möglichkeit kosteneffizient, schnell und flexibel im rasant wachsenden Markt für Mobilfunkdaten zu agieren«, sagt René Schuster CEO von Telefónica Germany.

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