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primacom: Beeinträchtigung des telefonischen Kundenservice
Vorübergehender Ausfall nach Brandanschlag auf Anlagen der Deutschen Bahn
Der telefonische Kundenservice des in Leipzig ansässigen Kabelnetzbetreibers primacom ist derzeit nicht oder nur eingeschränkt erreichbar. Grund dafür sollen die Brandanschläge auf Kabelanlagen der Deutschen Bahn sein, von denen auch andere Unternehmen betroffen sind. Bei dem Brand in Leipzig wurden auch Übertragungsleitungen eines Dienstleisters von primacom beschädigt und die Serviceleitungen des Unternehmens somit stark beeinträchtigt, teilte das Unternehmen am Montag mit.

»Leider liegt uns noch keine Information vor, wann der Leitungsschaden bei unserem Dienstleister wieder behoben ist. Wir versuchen daher derzeit, die telefonischen Serviceanfragen auf die Serviceeinheiten der verbundenen Gesellschaft Tele Columbus umzuleiten – es wird aber sicherlich noch dauern, bis der telefonische Service wieder vollständig zur Verfügung steht«, erklärt primacom Sprecher Hannes Lindhuber.
Seit dem frühen Montag Morgen ist in einigen Regionen Deutschlands der Zugverkehr nach Kabelbränden eingeschränkt, erklärt die Deutsche Bahn. Die behördlichen Ermittlungen vor Ort seien inzwischen abgeschlossen und Techniker der Deutschen Bahn arbeiten nun mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen, heißt es. Bundesweit waren mehrere Strecken betroffen, unter anderem im Großraum Leipzig/Dresden, Hamburg–Lübeck, in Nordrhein-Westfalen die Abschnitte Bochum–Dortmund und zwischen Köln und Düsseldorf. In Berlin wurden Stromkabel im S-Bahnhof Treptower Park beschädigt.
Die Bahn nutzt die Kabelkanäle neben den Gleisen nicht nur für die interne Signalübermittlung sondern vermietet die Schächte auch an andere Datennetzbetreiber. Neben dem Zugverkehr un der primacom-Hotline waren auch Telefonanschlüsse von Vodafone in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt betroffen, wie eine Unternehmenssprecherin dem MDR Aktuell sagte.
Bild: primacom