connect Festnetztest 2019: Unitymedia schlägt Deutsche Telekom

Breitband- und Festnetz-Anbieter im Vergleichstest

03. Juli 2019

Zum zehnten Mal hat Connect ihren Festnetztest durchgeführt. Dabei werden Breitband- und Festnetz-Anbieter einem Vergleichstest unterzogen. Dieser wurde in Kooperation mit der zafaco GmbH durchgeführt und brachte einen Überraschungssieger hervor.

Connect Festnetztest 2019
(Bild: Connect / Weka Media Publishing)

Bei diesjährigem Test haben Connect und zafaco wieder die Anforderungen angehoben und an die technische Entwicklung angepasst. Der Messspezialisten zafaco betreibt Testanschlüsse in 52 Städten. An den Standorten nahmen automatisierte Testsysteme im Mai und Juni 2019 insgesamt rund 4,6 Millionen Messungen in den Disziplinen »Sprache« (Telefonie), »Highspeed-Internet« (Daten- und Fehlerraten) und »Web-Services & Web-TV« (Aufruf von Webseiten, Gaming-Servern, Foto-Uploads, TV über das Internet) vor. Zudem wurden die Tests um Crowdsourcing-Analysen ergänzt. So sollte das alltägliche Kundenerlebnis stärker in die Testergebnisse einfließen. Diese wurden für die 107 Stadtkreise und kreisfreien Städte Deutschlands durchgeführt.

Das Ergebnis des Festnetztests 2019 brachte einen Überraschungssieger: Unitymedia. In den letzten Jahren landete der Kabelanbieter noch im Mittelfeld. Deutliche Verbesserungen gab es laut dem Test bei Telefonie. Allerdings gäbe es bei Sprachlaufzeiten und Sprachqualität nach wie vor Verbesserungspotenzial. Eine gute Leistung gab es auch in der Kategorie Highspeed Internet. Entscheidende Punkte holte Unitymedia jedoch in der neu eingeführten Crowdsourcing-Disziplin. Insgesamt erreichte Unitymedia 893 Punkte.

Der Vorjahressieger Telekom landete in diesem Jahr auf Platz 2, mit 879 Punkte. In der Disziplin Telefonie sei die Telekom nach wie vor bester Anbieter, so die Tester. Auch Highspeed-Internet-Messungen schneidet das Unternehmen gut ab. Allerdings landete die Telekom in der neuen Crowdsourcing-Kategorie nur im Mittelfeld. Das größte Problem hier war das Verhältnis der gemessenen Upload-Datenrate zum vertraglich vereinbarten Wert.

Dritter Platz ging diesmal an 1&1 (872 Punkte). Der Breitbandanbieter erreichte in der Sprach-Disziplin überzeugend schnellen Verbindungsaufbau und kurze Sprachlaufzeiten. Im Bereich Highspeed-Internet zeigte 1&1 zusammen mit dem regionalen Anbieter M-net sogar die beste Performance. Im Crowdsourcing landete der Anbieter im Mittelfeld.

Platz 4 geht an O2 / Telefónica (850 Punkte). Gegenüber 2018 konnten sich die Münchner leicht steigern und dadurch die Gesamtnote „sehr gut“ erreichen. In der Sprachtelefonie erzielte O2 gemeinsam mit M-net hinter der Telekom das zweitbeste Ergebnis. Auch im Bereich Highspeed Internet waren die Resultate gut, allerdings verhinderten Schwächen bei den gelieferten Upload-Bandbreiten eine höhere Punktzahl.

Der fünfte Platz bei den »Big Playern« geht an Vodafone (808 Punkte). Die Düsseldorfer erzielten gute Ergebnisse bei der Telefonie. Allerdings gäbe es Verbesserungspotenzial in der Daten-Disziplin. Hier fielen zum Teil zu geringe Upload-Bandbreiten im Verhältnis zum vertraglich vereinbarten Wert auf.

Zum vierten Mal in Folge gewann M-net in der Kategorie der Local Player (885 Punkte). Das Versorgungsgebiet umfasst die Großräume München und Ulm, viele Regionen Bayerns sowie den Main-Kinzig-Kreis in Hessen. In der Telefonie-Wertung erreichte der Anbieter gemeinsam mit Telefónica den zweiten Platz. Bei den Daten-Messungen war M-net gemeinsam mit 1&1 sogar stärkster Anbieter. Im Crowdsourcing landete der Local Player jedoch nur im Mittelfeld. Weitere Plätze gingen entsprechend an EWE (829 Punkte), Net Cologne (819 Punkte) und Pÿur/Tele Columbus (719 Punkte).

Quelle: u.a. Mitteilung von Connect / Weka Media Publishing

 
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