Telekom will LTE-Funklöcher schließen

Kommunen sollen sich bewerben und mithelfen

20. August 2019

Die Telekom will beim Ausbau des Mobilfunknetzes neue Wege gehen. Das Unternehmen hat die Aktion »Wir jagen Funklöcher« gestartet. Dabei will die Telekom allerdings nicht selbst nach Funklöchern in seinem Mobilfunknetz suchen sondern fordert Kommunen auf, sich zu bewerben. Insgesamt will die Telekom mit dieser Aktion 50 Funklöcher schließen.

Telekom - Logo auf dem Dach der Zentrale in Bonn

Üblicherweise entscheidet die Telekom, wo ein neuer Standort entstehen soll. Im Vordergrund der Bewertung stehen marktwirtschaftliche und funktechnische Erwägungen. Dabei können allerdings einige Kommunen bei dieser Betrachtung immer wieder durchs Raster fallen. Genau diese Kommunen will die Telekom mit der Aktion ansprechen.

Um mitzumachen müssen die Kommunen allerdings einiges machen. Nötig ist unter anderem ein Beschluss des Gemeinderats. Weiterhin wird ein Standort für eine Antenne auf einem Dach oder eine freie Fläche für einen Mast gebraucht. Im Gegenzug errichtet und betreibt die Telekom dort einen LTE-Standort.

Mitmachen kann jede Kommune, die auf ihrem Gebiet ein Funkloch bzw. keine LTE-Versorgung hat. Die Telekom schreibt in den Teilnahmebedingungen explizit vor, dass es sich um ein echtes LTE-Funkloch im besiedelten Gebiet (mindestens 10 Haushalte oder Gewerbebetriebe) handeln muss. Dies bedeutet, dass weder die Telekom noch ein Wettbewerber in diesem Gebiet LTE-Abdeckung im Outdoor-Bereich haben.

Kommunen können ihre Bewerbung auf der Webseite www.telekom.com/wirjagenfunkloecher abgeben. Die Initiative kann allerdings von einer beliebigen Person oder Gruppe in der Kommune ausgehen, etwa der Bürgerschaft oder lokalen Unternehmen. Schlussendlich wird aber die Kommune der Ansprechpartner der Telekom sein. Und die genannten Bedingungen müssen erfüllt werden. Weitere Details und Bedingungen der Aktion hat die Telekom auf seiner Website zusammengefasst.

Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 30. November 2019. Der Antennen-Standort in den ausgewählten Kommunen soll bis Ende 2020 in Betrieb gehen. Laut der Telekom dauert es heute in der Regel rund zwei Jahre einen Mobilfunk-Standort in Betrieb zu nehmen.

Die Telekom sieht die Aktion »Wir jagen Funklöcher« sich als Zusatz zum regulären Ausbau-Programm. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben in den Jahren 2019 und 2020 über 4.000 Mobilfunk-Standorte zu errichten.

 
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