GSM

GSM steht für «Global System for Mobile Communications». Das ist ein betagter internationaler Standard für den digitalen Mobilfunk. Ein GSM-Netz deckt ein Gebiet mit sechseckigen «Zellen». Jede solche Zelle kann 400 Meter bis 50 km groß sein.

In Europa unterscheidet man zwischen GSM900 und GSM1800 Standards. In den USA wird ein sehr ähnlicher Standard GSM1900 verwendet.

GSM900 wird hier zu Lande im D1-Netz der Deutschen Telekom / T-Mobile oder im D2-Netz von Vodafone benutzt. GSM900 arbeitet auf Frequenzen 890 - 915 MHz (vom Telefon zur Basisstation) und 935-960 MHz (von Basisstation zum Telefon). Dieser Standard erlaubt Verbindungen bei bis zu 35 km Entfernung zur nächsten Basisstation und ist somit für große industrielle und stark bevölkerte Gebiete gut geeignet.

Das GSM1800 ist ein Ableger von GSM900 und wird u.a. von E-Plus und O2 benutzt. Dieser Standard nutzt Frequenzen 1710 - 1880 MHz. Mobilfunktelefone, die mit GSM1800 arbeiten, haben eine etwas schwächere Strahlung, erhöhen aber mit der hohen Frequenz den Mikrowellen-Effekt auf den Menschen. Ein weiterer Nachteil, ist der kleinerer Arbeitsbereich einer Basisstation, als bei GSM900. Dadurch werden mehr solche Basisstationen benötigt, um ein großes Gebiet abzudecken.

Bezüglich der maximalen Datenübertragungsrate ist bei 9600 Bit/s Schluss. Nicht viel besser sieht es bei Kurznachrichtendiensten aus (z.B. SMS): Mit Point to Point sind gerade einmal 160-Zeichen-Nachrichten möglich, per Point-to-Multipoint sogar nur maximal 93 Zeichen. Einen echten Fortschritt bringt immerhin die Einführung von GSM 2+, das dank Kanalbündelung Übertragungsraten von bis zu 115.200 Bit/s realisieren kann.

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