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11 Prozent der Privatpersonen nutzen Internet-Telefonie
Studie: Neue Technik vor allem bei jüngeren beliebt
Bei der Internet-Telefonie haben Privatpersonen die Nase vorn. Während bereits 11 Prozent der Deutschen Voice over IP (VoIP) nutzen, sind es bei den Unternehmen derzeit erst 9 Prozent. Das gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) heute in Berlin bekannt. Grundlage für die Angaben sind aktuelle Studien der FGW Online und des E-Business-Watch.
Unter den Privatpersonen ist die Internet-Telefonie besonders bei den 18- bis 24-Jährigen beliebt. In dieser Gruppe verwendet fast jeder Vierte seinen Breitbandanschluss, um mit Freunden und Bekannten zu sprechen. Bei den 25- bis 29-Jährigen sind es 18 Prozent. Mit steigendem Alter nimmt das Interesse allerdings deutlich ab. Nur 4 Prozent der Deutschen über 60 Jahre nutzen Voice over IP.
Dabei ist die Handhabung viel einfacher geworden. Früher mussten Kunden erst ihren PC hochfahren und sich ein Headset aufsetzen – heute erlauben Adapter den Anschluss des vorhandenen Telefons an den Breitbandzugang. Die Tarife reichen von kostenlosen Telefonaten zu anderen Kunden des gleichen Anbieters, über Flatrates für Festnetztelefonate bis hin zur minutenbasierten Abrechnung.
Bei den Unternehmen spielt Voice-over-IP insbesondere eine Rolle bei Telefonaten über das firmeninterne Daten-Netz. Daraus ergeben sich hohe Einsparungen in der Infrastruktur. Während einst in jedem Unternehmen ein Telefon- und ein IT-Netz gebraucht wurden, ist jetzt nur noch ein einziges IT-Netz notwendig. Darüber können gleichzeitig Gespräche geführt und Daten versendet werden. Das haben insbesondere die Telekom-Anbieter erkannt. In dieser Branche nutzt bereits jedes dritte Unternehmen Voice over IP selbst. Weit verbreitet ist die Technologie zudem bei den Herstellern von informations- und kommunikationstechnischen Geräten (19 Prozent) und von Unterhaltungselektronik (18 Prozent).
