Vodafone: LTE-Funk für 22.000 Quadratkilometer Fläche

4.000 Bauprojekte für den Netz-Ausbau 2019

29. Januar 2019

Auch Vodafone will LTE-Funklöcher in seinem Mobilfunknetz in Deutschland schließen. Im Jahr 2019 will das Unternehmen sein Netz weiter ausbauen, insbesondere auf dem Land. Insgesamt soll das LTE-Funk auf 22.000 Quadratkilometern in Deutschland erstmals verfügbar werden. Erst vor wenigen Tagen gaben Telekom und Telefónica ihre Pläne für den Netzausbau bekannt.

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»Das Mobilfunknetz in Deutschland wird täglich ein Stück dichter – aber es bleibt viel zu tun. Wir müssen noch besser werden. Ein gutes LTE-Netz ist das Herzstück für Digital-Deutschland«, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter. »Wir sagen LTE-Funklöchern den Kampf an – insbesondere auf dem Land. Unsere Netz-Techniker bauen jetzt doppelt so schnell und starten LTE in einem Jahr für 4,2 Millionen weitere Bürger«.

4.000 LTE-Bauprojekte in einem Jahr

Bis zum Ende des Jahres plant Vodafone 4.000 weitere LTE-Bauprojekte. Dabei will Vodafone 2.800 neue LTE-Stationen in Betrieb nehmen, heißt es in der Mitteilung des Unternehmen. Hinzu kommen zusätzliche LTE-Antennen an vorhandenen LTE-Standorten.

Mit diesem ausbau will Vodafone LTE-Funklöcher in einer Gesamtgröße von 22.000 Quadratkilometern schließen. Zudem soll dieser Ausbau verfügbaren LTE-Kapazitäten vergrößern und damit auch die Surfgeschwindigkeiten steigern. Eine wichtige Kennzahl für Vodafone ist dabei die Zeit, in der sich Kunden im LTE-Netz bewegen. Diese soll im Laufe des Jahres auf etwa 22 Stunden täglich steigen.

Bereits im vergangenen Jahr hat Vodafone einiges für den LTE-Ausbau gemacht. 2018 wurde das mobile Breitbandnetz an zusätzlichen 1.550 Mobilfunk-Stationen in Deutschland erstmals aktiviert. Damit konnten nach Angaben des Unternehmens mehr als 1,6 Millionen weitere Bundesbürger nun das Vodafone-LTE-Netz nutzen. Heute sei LTE für etwa 93 Prozent der Bevölkerung verfügbar; Im Laufe des Jahres soll dieser Wert auf 98 Prozent steigen, so Vodafone weiter.

LTE-Ausbau an Autobahnen und ICE-Strecken

Neben ländlichen Regionen will Vodafone insbesondere die Hauptverkehrswege in den Fokus des Netzausbau nehmen. Bis zum Jahresende soll das schnelle Mobilfunknetz »nahezu komplett« an Autobahnen und ICE-Hauptstrecken verfügbar sein, verspricht der Netzbetreiber. Entlang der Autobahnen zum Beispiel sollen LTE-Funklöcher auf einer Gesamtstrecke von 300 Kilometern gestopft werden.

Insgesamt versorgt Vodafone nach eigenen Angaben heute rund 99,7 Prozent der Bundesbürger mit Mobilfunk (2G GSM, 3G UMTS, 4G LTE).

Festnetz: 11 Millionen Haushalte werden zu Gigabit-Haushalten

Auch das Breitbandnetz für zuhause will Vodafone in diesem Jahr weiter ausbauen. Hier setzt Vodafone auf einen Mix aus bestehender Kabel-Infrastruktur und neuen Glasfaser-Netzen. Das Kabelglasfasernetz soll bis Ende 2019 rund 11 Millionen und bis 2021 mehr als 12 Millionen Kabel-Haushalte zu Gigabit-Haushalten machen, so die Planung des Anbieters. Wenn Vodafone für die geplante Übernahme von Unitymedia grünes Licht bekommt, will der Anbieter 25 Millionen Gigabit-Anschlüsse bis 2022 verfügbar machen.

Aktuell seien Gigabit-Anschlüsse für 6,6 Millionen Haushalte in mehr als 460 Städten und Ortschaften in Deutschland verfügbar. Vodafone hatte Ende September 2018 mit der Vermarktung von Gigabit-Anschlüssen über sein Kabelnetz begonnen.

Quelle: Mitteilung von Vodafone

 
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