Telekom: 30 Millionen Haushalte ans Highspeednetz angeschlossen

1,1 Millionen Haushalte sind für FTTH vorbereitet

22. August 2019

Die Deutsche Telekom hat eine Bilanz ihrer Breitbandausbau-Strategie gezogen. In diesen Tagen werden 30 Millionen Haushalte an das Highspeednetz der Deutschen Telekom angeschlossen sein, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Dieses Netze ermögliche Geschwindigkeiten von mindestens 50 MBit/s und bis zu 250 MBit/s. Davon seien 1,1 Millionen Haushalte für den Anschluss an das Glasfasernetz der Telekom vorbereitet (FTTH).

Telekom baut Breitbandanschlüsse aus
30 Millionen Haushalte ans Highspeednetz angeschlossen (Bild: Deutsche Telekom)

Auch wenn die Telekom beim Breitbandausbau viel von Glasfaser spricht, wird auf der letzten Meile oft noch auf Kupferkabel gesetzt. Hier wird die Übertragung mit Vectoring und Supervectoring optimiert. Die grauen Schaltkästen am Straßenrand werden mit Glasfaser an das Telekom-Netz angeschlossen.

»Wir wollten schnell und effektiv die Breitbandinfrastruktur für Millionen Haushalte ins Hochgeschwindigkeitszeitalter heben. Deshalb haben wir uns für eine Kombination aus Vectoring beziehungsweise Supervectoring als Brückentechnologie und FTTH entschieden«, erklärt der Deutschland-Chef des Unternehmens Dirk Wössner.

Die Telekom verteigt diese Strategie damit, dass ein reiner Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen (FTTH) nur 10 bis 20 Prozent der 30 Millionen Haushalte mit Breitband versorgen könnte. Aktuell erreiche die Telekom mit Super-Vectoring mit bis zu 250 MBit/s nach eigenen Angaben über 23 Millionen Haushalte. Ende dieses Jahres sollen es über 27 Millionen Haushalte sein.

Für einen schnelleren Ausbau will die Telekom auch auf andere Techniken für das Verlegen der Leitungen setzen können. Im klassischen Tiefbau seien im bundesweiten Durchschnitt Kosten von rund 70.000 Euro pro Kilometer Glasfaser die Regel, erklärt die Telekom. Das Unternehmen setzt aktuell bereits neben dem Tiefbau auf »Trenching«, was kostengünstiger sei. Doch auch weitere Verlegungstechniken wie Spülbohrungen müssen mehr Akzeptanz finden, so die Telekom weiter. Zudem soll die Mitnutzung bestehender kommunaler Infrastruktur sowie oberirdisch verlegter Glasfaserkabel sollen gängig werden, fordert die Telekom.

Quelle: Mitteilung der Telekom

 
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