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WLAN im 6 GHz Spekturm im kommenden Jahr
Verdopplung des WLAN-Spektrums
Vergangenen Freitag hat das europäische Electronic Communications Committee (ECC) die technischen und regulatorischen Rahmenbedingungen zur Nutzung des 6 GHz-Bands durch WLAN verabschiedet. Das zusätzliche Spektrum von 480 MHz wird mehr Kapazität für WLAN-Anwendungen ermöglichen und soll sowohl Verbraucher als auch Industrie zur Verfügung stehen.

Wi-Fi 6E (Bild: LANCOM Systems GmbH)
Mit der Freigabe des neuen Frequenzbereichs soll das Doppelte des bisherigen Spektrums für WLAN zur Verfügung stehen. Bereits Mitte 2021 sollen Verbraucher und Wirtschaft in Europa das Wi-Fi 6E (Enhanced) – so der Vermarktungsname des erweiterten Standards – nutzen können.
Laut LANCOM soll die Öffnung des 6-GHz-Bandes stabilere Verbindungen, mehr Bandbreite und geringere Latenzzeiten ermöglichen. Erste Tests lassen Übertragungsraten von bis zu 3,6 GBit/s erwarten, bei Latenzzeiten von unter 2 Millisekunden, so der Hardware-Herstelelr.
Die Bundesnetzagentur plant, im 2. Quartal 2021 einen zusätzlichen Frequenzbereich für WLAN bereitzustellen, teilte die Behörde mit. Der Ausschuss für Elektronische Kommunikation (ECC) habe unter Beteiligung der Bundesnetzagentur die technischen Grundlagen für einen gemeinsamen europäisch harmonisierten Markt für 6-GHz-WLAN geschaffen. Diese seien die Grundlage für die Umsetzung in Deutschland.
In der EU muss der Vorschlag der ECC zunächst von der EU-Kommission angenommen werden. Dies soll im März 2021 geschehen. Etwa zwei Monate später – also voraussichtlich im Mai – wird die Rechtsvorgabe dann im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Ab diesem Zeitpunkt haben die EU-Mitgliederstaaten sechs Monate Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.
Quellen: Mitteilung von LANCOM und Mitteilung der Bundesnetzagentur