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Telekom will höhere Gebühren von Konkurrenz verlangen
Netzzusammenschaltung soll 10 Prozent teurer werden
Festnetzgespräche über einen Konkurrenten der Deutschen Telekom könnten teurer werden. Der Bonner Konzern will nach eigener Mitteilung von der Bundesnetzagentur eine deutliche Anhebung der Gebühren fordern, die er für die Zusammenschaltung fremder Netze mit seinem eigenen Telefonnetz in Rechnung stellt. Damit könnte auch Telefonieren über Call-by-Call- undPreselection-Anbieter künftig teurer werden.
»Eine flächendeckende Netzinfrastruktur vorzuhalten hat einen Preis. Und die Kosten dafür kann die Deutsche Telekom nicht alleine tragen», so Timotheus Höttges, Vorstand T-Home, Sales & Service der Deutschen Telekom. Die Nutzung des klassischen Telefonnetzes der Telekom sei seit 2002 im Durchschnitt jedes Jahr etwa zehn Prozent zurückgegangen. Bei konstanten Kosten sei eine Gesprächsminute damit teurer geworden. Ohne Preiserhöhung sieht der Konzern auch Arbeitsplätze gefährdert. Hier ist die Telekom auch mit der Gewerkschaft Verdi einig: »Es geht nicht nur um möglichst niedrige Preise. Die Telekom braucht Luft zum Atmen, um in die Zukunft investieren zu können«, wird Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zitiert.
Für die beiden wichtigsten Tarifzonen sollen die Minutenpreise um jeweils rund 10 Prozent steigen. So sollen die Preise in der Tarifzone »local« (Übergabe im Ortsnetz) von 0,43 auf 0,47 Cent in der Minute steigen und in der Zone »single transit« (weitere Distanz) von 0,71 auf 0,78 Cent. Dagegen soll der Preis für die nach Telekom-Angaben wenig beanspruchte Tarifzone »double Transit« (bundesweit) von 1,08 auf 0,78 Cent sinken und damit der Tarifzone »single transit« angeglichen werden. Diese sogenannten Interconnectiongebühren wurden vor knapp zweieinhalb Jahren von der Bundesnetzagentur festgelegt und gelten noch bis zum 30. November 2008.